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Rundreise: Südküste - Südostanatolien

"Antalya-Nemrut Dag-Kappadokien-Antalya"
mit Badeaufenthalt in Alanya
 

      

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Diese S-VCD können Sie mit einen Unkostenbeitrag Erwerben, die CD beinhaltet die Höhepunkte der Rundreise Videoszenen und Fotos sind mit Musik und OT versehen und zu einem 15 min. kurzweiligen Videoclip zusammen gesetzt. Das dazu gehörige Heftchen Informiert Sie über den Verlauf der Reise mit Text&Bildern und ist mit einigen Reise Tipps für Rundreisenneulinge versehen. Ausschnitte dieses Videoclips könnnen Sie mit Passwort unter diesen Link Videoclip anschauen. Passwortanfrage und sonstige Auskünfte richten Sie bitte per E-mail an  info@alle-franken.de .

 

1. Tag Ankunft und Übernachtung in Antalya
Heute Sonntag, 21.09.02 Flug von Nürnberg nach Antalya. Ankunft um 23.15 in Antalya, wir wurden von unserem Veranstalter Öger-Tours mit einem Minibus zu unserem Übernachtungshotel "Lara Plaza" gefahren. Ein eher einfaches Hotel - aber es war ja auch nur für eine Nacht.

2.Tag Von Antalya - Anamur- Kizkalesi
Beim Frühstück überlegten wir wer von den Anwesenden auch mit auf unsere Rundreise gehen wird, um 7:00 Uhr war die Abfahrt. Vor dem Hotel stand bereits ein Bus und unser Reiseleiter. Von ihm erfuhren wir, daß wir im Konvoy mit zwei anderen Bussen fahren würden. Nun ging es endlich los! Wir verließen Antalya in Richtung Alanya. Wir fuhren an Manavgat vorbei, wo hauptsächlich Sesam und Bauwolle angebaut wird und sahen, daß auf den Feldern fleißig gepflückt wurde. Wir fuhren die Küstenstraße entlang, wo seit unserem letzten Besuch sehr viel gebaut wurde. Je näher wir Alanya kamen standen links der Küstenstraße ein Hotel neben dem anderen. Und an dem so berühmten Kleopatra Stand reihte sich ein Liegestuhl an dem andren. Es wechselten sich Restaurants und Geschäfte ab. Gleich bei der Einfahrt nach Alanya auf der linken Seite die Statue des Sultan Keykubad - der die Burganlage erbauen ließ. Wir fuhren ein Stück den Burgberg hoch (nicht auf die Burg) legten eine Fotopause ein um den "Roten Turm" das Wahrzeichen Alanya's zu fotografieren. Nach ca. 30 min. Aufenthalt in Alanya ging unsere Reise weiter in Richtung Anamur. Ca. 3 km außerhalb des Zentrums war der Strand nicht mehr so vollgepflastert. Nach Alanya wo das Taurusgebirge dicht an Meer kommt, ist der Haupterwerbszweig die Bananenplantagen, die durch das Gebirge von den kalten Winden geschützt sind. Die nächste Stadt die wir durchfuhren war Gazipasa. Ab hier beginnt das antike Kyliklien! Hier ging es nun in Serpentinen (ähnlich wie die kroatische Küstenstraße) in die Höhen des Taurus. Wir sahen weder Dörfer noch Menschen - nur Felsen und Wald und rechts tief unter uns das im Sonnenlicht glitzernde Meer. Um ca. 13:00 Uhr kamen wir in Anamur (Anemourion) der südlichsten Spitze der Türkei an. In einem hübschen direkt am Meer gelegenen Restaurant verbrachten wir unsere Mittagspause. Es war schrecklich heiß, das Meer und ein wunderschöner menschenleerer weißer Sandstrand luden zum Baden ein was aber leider nicht möglich war. Nun wollten wir die Festung "Mamure Kalesi" besichtigen. Sie befindet sich etwas östlich von Anamur direkt am Meer. Von den Ruinen der einstigen Ritterburg ist noch viel erhalten und man sollte schon ein bißchen Zeit für die Besichtigung mitbringen. In der Burganlage ist fast alles zugänglich, was nicht ganz ungefährlich ist, denn die Treppen die zu den Zinnen führen, von wo aus man wirklich einen wunderschönen Ausblick hat und sehr schöne Bilder machen kann, sind sehr verfallen. Der Aufstieg mag gerade noch so gehen aber der Abstieg ist halsbrecherisch und wirklich nicht ungefährlich. Wir wurden allerdings von unserem Reiseleiter davor gewarnt, was uns und viele andere nicht davon abhielt. Weiter ging die Fahrt durch die zauberhafte Landschaft der östlichen Mittelmeerküste über Silifke, wo Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahr 1190 im Fluß Kalykadnos ertrank, nach Kizkalesi. Um 19:00 Uhr kamen wir dort im Hotel Kyliklia an. Unser Hotel lag genau gegenüber der Mädchenburg die mitten ins Meer gebaut wurde und es hatte den Anschein als würde sie im Meer schweben. Kizkalesi ist ein hübscher kleiner Ort, wenig Touristen mit wunderschönen Sandstränden (hier könnten wir uns vorstellen einen Badeurlaub zu verbringen.)
In der Umgebung gibt es noch die Landfestung Korikos, sowie viele kleine Burgen und Festungen wofür wir leider keine Zeit zum Besichtigen hatten.

3. Tag Mersin-Hatya (Antakya)-Gaziantep
Nach dem Frühstück ging es wieder um 7:00 los. Unsere Reisegruppe bestand aus 29 Personen plus unserem Reiseleiter und unserem Busfahrer (ein besonnener guter Fahrer). Unsere Altersgruppe bewegte sich zwischen 28 und ca. 73 Jahren - und das war eine sehr gute Mischung. Es waren lauter nette, disziplinierte Leute und von daher hatten wir nie Probleme mit Pünktlichkeit etc. Zudem macht so eine Reise viel mehr Spaß wenn alle Mitreisenden die gleichen Interessen haben und keine Berufsnörgler dabei sind. Da hatten wir wirklich Glück! Aber nun zurück zur Reise. Wir verließen Kizkalesi und das Tal, welches Cukorava Tal = "Tiefes Tal" (eine fruchtbare Ebene) genannt wird und waren überrascht sehr viele Burgruinen und antike Relikte zu sehen. Teilweise waren auf und inmitten dieser Ruinen neue Häuser gebaut worden was wirklich sehr schade ist! Weiter ging es durch diese interessante Landschaft bis Adana - ab hier begann die Autobahn und die Fahrt war ein bißchen eintönig aber in einem so großen Land und mit unserem umfangreichen Programm geht es nicht anders wenn man viel sehen möchte. Es ging in südlicher Richtung und bei Iskenderun verließen wir die Autobahn. Nun fuhren wir wieder durchs Gebirge. Wir waren wirklich sehr erstaunt, daß diese einzige Verbindungsstraße von Antalya nach Antakya zum größten Teil durch  die Höhen des Taurusgebirge führt aber genau das macht die Landschaft so interessant. Gegen Mittag kamen wir in Hatay (Antakya), das nur ca. 30 km von der syrischen Grenze entfern ist, an. Zuerst besichtigten wir die Petrus-Grotte die sich etwas außerhalb auf einem Berg befindet - genauer gesagt schmiegt sie sich in das Felsmassiv und gelegentlich werden dort von christlichen Reisegruppen auch Gottesdienste abgehalten. Nach dieser Besichtigung wollten wir unsere Mittagspause in einem Lokal in dem Stadtteil "Daphne" - nach der Daphne aus der griechischen Mythologie benannt - verbringen. Idyllisch gelegen inmitten von Grün mit kleinen Wasserfällen wäre dieser Stadtteil alleine schon einen Ausflug wert. Hier aßen wir nur zu Mittag und erholten uns ein wenig von der langen Fahrt. Danach besichtigten wir das Mosaikmuseum, das wirklich antike, interessante Mosaike ausstellt. Da wir noch genügend Zeit bis zur Weiterfahrt hatten, wollten wir uns nun auch Antakya ein bißchen ansehen. Antakya ist sehr quirlig und modern! wir sahen viele schöne Häuser und entgegen unseren Erwartungen ein sehr gepflegtes Stadtbild. Nach einem gemütlichen Bummel durch die Innenstadt ging unsere Reise wieder weiter. Die Landschaft war karg und felsig und in der Ferne sahen wir immer wieder Burgruinen. Vor Gaziantep (eine Industriestadt) sahen wir große Pistazienbaumfelder. Um ca. 18:30 Uhr kamen wir im Hotel Kaleli an - eine gutes Hotel mit sehr schöner Dachterrasse wo wir auch zu Abend aßen. Wir entschlossen uns noch zu einen Bummel durch die Stadt, besuchten ein Internetkaffee, trafen sehr nette Menschen und verbrachten einen sehr schönen Abend mit vielen neuen Eindrücken.
 

4.Tag Urfa-Kahta-Nemrut Dagi
Bereits um 6:30 Uhr verließen wir Gaziantep in Richtung Sanli Urfa. Die Landschaft die wir durchfuhren war eher karg und sah teilweise aus wie wüstenartiges Gestein, wir empfanden sie wunderschön. In Sanli Urfa befindet sich die Halil-Rahman-Moschee dem Heiligtum des Prohpeten Abraham mit dem berühmten heiligen Karpfenteich von dem die Legende behauptet, daß Abraham, der in einem riesigen Feuer hätte verbrannt werden sollen in welches er mittels eines Katapults geworfen wurde, nachdem er Gott um Hilfe bat, sich das Feuer in Wasser und die Glutstücke in Karpfen verwandelt hätten. Diese Karpfen werden gehegt und gepflegt und niemand darf sich daran vergreifen! Für die Türken ist Sanli Urfa der zweitheiligste Ort nach Mekka (siebtheiligster Ort für alle Moslems) und gilt für all jene als Ersatz die aus welchen Gründen auch immer nicht nach Mekka zur Kaaba pilgern können. Diese ganze Anlage einschließlich der Moschee sind wirklich sehr sehenswert. Hinter der Anlage befindet sich der Bazar. Ein Gewirr von Einkaufsgassen mit wirklich allem was man für das tägliche Leben braucht. Bisher hatten wir noch nie so einen Bazar, der nicht vom Tourismus lebt, gesehen. Da war zum Beispiel die Gasse der Schmiede wo richtig gearbeitet wurde, wir sahen den Kupferschieden zu und rings um uns herum wurde gehämmert und geklopft. Dann gab es natürlich auch noch die Gassen wo Gewürze und Lebensmittel angeboten wurden oder die Schneidereien und Bekleidung oder Tabak und und und. Inmitten dieses Gewimmels war ein Teehof und was uns am meisten gefiel (nicht so wie in den Touristenorten) niemand belästigte uns oder wollte uns irgendwas verkaufen oder versuchte uns reinzulocken.  Bei unserer Ankunft in Sanli Urfa sahen wir über der Halil-Rahman-Mosche eine Ritterburg und da wir noch etwas Zeit hatten bis zur Weiterfahrt entschlossen wir uns diese anzusehen. Durch ein Gassenlabyrinth stiegen wir hoch auf die einstige Trutzburg des Balduin von Bouillon. Vor hier hatten wir ein wunderschönes Panorama über Urfa. In Urfa wird einem bewußt, daß man sich im Osten der Türkei befindet. Die Stadt vermittelt einen orientalischen Eindruck, so ist sie eher konservativ, auch sahen wir hier sehr viele "verschleierte" Frauen und keine, auch nicht die jungen gingen z.B. mit unbedeckten Schultern. Wieder zurück an unserem Treffpunkt ging die Reise weiter durch diese faszinierende Landschaft in der im Sommer Temperaturen von 55°C herrschen. Wir überquerten den Euphrat und fuhren zum Atatürk-Staudamm der es ermöglichte diese Landschaft fruchtbar zu machen. Der Staudamm ist doppelt so groß wie der Bodensee und wird mit den Wassern des Euphrat gespeist. Mit riesigen unterirdischen Pipelines (ca. 5 m Durchmesser) wir diese eigentlich karge Landschaft bewässert und wie bereits erwähnt durchaus fruchtbar. Durch die riesigen gestauten Wassermengen und der großen Hitze entsteht natürlich auch eine große Verdunstung und es ist noch nicht abzusehen was diese Klimaveränderung in einigen Jahren mit sich bringen wird. Weiter ging unsere Reise Richtung Adiyaman durch Mesopotamien. In der Mittagszeit erreichten wir den Ort Katha und unser Hotel "Nemrut" von wo aus unsere nächste Exkursion (der Höhepunkt unserer Reise) zum Nemrut Dag starten sollte. Am frühen Nachmittag steigen wir in Minibusse um und los gings in Richtung Nemrut. Um den Ort Katha gibt es Erdöl-Raffinerien welche von Polizei und Militärs streng bewacht werden und so wurden wir denn auch angehalten und kontrolliert (war nicht schlimm - ist ja für die Sicherheit) aber dann gings ohne Zwischenfälle weiter. 

 

Wir fuhren durch ein riesige Gebirge und die Straßen wurden immer kurviger. Obwohl das Gebirge so ungastlich aussah, leben hier doch Menschen. So ungastlich - so gleichermaßen schön. Dachten wir die Straßen wären gefährlich, so wurden wir ca. 15 km vor dem Nemrut eines Besseren belehrt. In steilen Serpentinen, Kopsteinpflaster ähnlich aber uneben führte die Straße hinauf und unser Fahrer konnte meist nur ganz langsam fahren und trotzdem hatten wir das Geführ im rutschten manchmal fast die Reifen weg. Wir Mitfahrenden wurden kräftig durchgerüttelt. Und dann war es endlich so weit, die Bergstation war vor uns und der Fußmasch auf die Spitze des Nemrut Dagi's konnte beginnen. Der Weg mit Schotter und Geröll, hoch - tief manchmal wie Stufen gelangten wir nach oben. Es war schon ein bißchen anstrengend aber dann wurden wir mit einer grandiosen Aussicht über das Land belohnt. Es ist von dort oben eine Weite und ein Gefühl von Unendlichkeit das sich mit Worten nicht beschreiben läßt. Und dann der Moment worauf wir uns schon seit Jahren gefreut hatten, die riesigen Steinmonumente des König Antiochos I, seiner Frau,, Appolos und Zeus, der Adler und der Löwe aneinander aufgereiht und auch heute immer noch imposant und wunderschön anzusehen auf zwei gegenüberliegenden Terrassen. Auf der östlichen Terrasse waren die Steinrümpfe besser erhalten, auf der westlichen die riesigen Köpfe. Lt. der Geschichte soll König Antiochos I. nach seinem Tode hier beigesetzt, die Spitze des Nemrut mit dem Kalkgestein aus dem Gebirge aufgefüllt worden und damit die Grabkammer Antiochos sein. Es ist eigentlich unmöglich das Gefühl das dieser Ort mit seinen antiken Zeugen und die Aussicht auf das unendlich weite Gebirge vermitteln in Worte zu fassen. Für uns ist es ein Erlebnis gewesen, das wir niemals vergessen werden.
Als wir den Nemrut Dagi verließen war es nun schon später Nachmittag und die Sonne tauchte die steinernen Häupter und die Berge in rötlich weiches Licht und was vorher unwirklich und ungastlich aussah wurde plötzlch warm und immer überwältigender. Während der  abenteuerlichen Abfahrt besuchten wir ein winziges Bergdorf wo die Zeit stehen geblieben schien. Mensch und Tier leben hier miteinander im Haus. Danach bestaunten wir eine römische Brücke, gut erhalten und restauriert über einen Nebenfluß des Euphrats. Es folgte noch die Besichtigung des Grabhügels der weiblichen Angehörigen König Antiochos I. Ein wirklich grandioser Tag ging zu Ende.

5. Tag Kahta-Kappadokien
Morgens um 7:00 nahmen wir Abschied von diesem beeindruckenden Teil der Türkei und freuten und auf Kappadokien. Wieder erwartete uns einen stundenlange Busfahrt. Aber um wenigstens einen Teil eines so großen Landes wie die Türkei zu sehen geht es halt nicht anders. Und wie anstrengend es manchmal sein mag, es lohnt sich allemal! Das nächste Ziel war Karamannmarasch, das bekannt ist für sein Eis welchem Orchideenwurzel und Vanille beigemischt wird. Weiterhin lebt diese Region hauptsächlich vom Baumwollanbau. Auch Karamannmarasch ist eine konservative Stadt und hoch über ihr thront eine sehr große Moschee. Übrigens werden die Moscheen alle von Spendengeldern gebaut. Weiter fuhren wir durch den Taurus und es ging wieder in die Höhen. Unser Reiseleiter beschrieb diese Landschaft als öde - dem können wir nicht zustimmen - wir empfanden sie auch durch das Farbenspiel als sehr faszinierend. So durchfuhren wir des Nachmittas Kayseri und kamen alsbald in Derinkuyu an und besichtigten die unterirdische Stadt. Es ist schon sehr beeindruckend zu sehen wie die Menschen hier vor vielen vielen Jahren gelebt haben. Allerdings muß ich bemerken, daß ich persönlich die unterirdische Stadt Kaymakli die wir vor einigen Jahren besichtigt haben, aussagekräftiger finde. Im Anschluß fuhren wir nach Urchisar wo wir eine Fotopause einlegten. Zwischenzeitlich war es früher Abend und die Tuffsteinlandschaft Kappadokiens erstahlte in dem warmen Licht der untergehenden Sonne und obwohl wir dieses Schauspiel schon einmal vor Jahren genossen hatten, konnten wir uns nicht sattsehen. Nachdem unser Reiseleiter uns von dem faszinierenden Naturschauspiel losgerissen hatte fuhren wir nach Ürgüp ins Hotel "Merit Inn-Kappadokia".

6. Tag Kappadokien 
Heute sollten wir den ganzen Tag in Kappadokien verbringen. Neben unseren Besichtigungen wurden uns drei weitere Ausflüge angeboten. Das war einmal ein bunter Abend in einem Tuffsteinfelslokal (am Ankunftsabend), eine Aufführung der Mevlevis (tanzenden Derwische) und eine Ballonfahrt über Kappadokien. Bei einem früheren Kappadokienbesuch wurden der bunte Abend und die Derwische zusammen in einem Tuffsteinlokal zum Preis v. ca. DM 20,-- angeboten, jetzt wo man die beiden Veranstaltungen getrennt hat kostete jede pro Person Euro 20,--! Die Ballonfahrt sollte lt. Marco Polo Reiseführer Euro 150,-- kosten - tatsächlich wurde sie für Euro 180,-- angeboten. Auf unsere Nachfrage hin warum so teuer, erklärte uns der Reiseführer, die Veranstalter surften im Internet und wüßten was so eine Fahrt in Deutschland kosten würde und hätten den Preis übernommen! Nichts desto trotz hatte sich Josef für die Ballonfahrt angemeldet und es nicht bereut. Er war vollkommen euphorisch - und beschrieb es  so: Für jeden Kappadokienbesucher und Naturliebhaber ist es ein unbeschreibliches Erlebnis mit dem Ballon in den Sonnenaufgang hineinzufahren und diese überwältigende, grandiose Landschaft von oben zu sehen! Als unsere Ballonfahrer so gegen 9:00 morgens zurück waren brachen wir zu unseren Besichtigungen auf. Als erstes fuhren wir zum Pasha- oder Mönchstal wo wir wir dann auf eigene Faust die Landschaft erkunden konnten. Danach besuchten wir das Freiluftmuseum von Göreme mit seinen Felsenkirchen die auch wegen ihrer Fresken sehr berühmt sind. Dort herrschte bereits munterer Betrieb und teilweise mußten wir ca. 10 - 15 min. warten um die einzelnen Kirchen zu besichtigen. Im Anschluß daran durchfuhren wir das Taubental. Natürlich legten wir immer wieder Fotopausen ein. Das mag sich jetzt vielleicht langweilig anhören - ist es aber wirklich nicht; denn die Landschaft ist unbeschreiblich schön und die Felsenwohnungen wirklich interessant. Einige kann man auch besichtigen. Sicherlich hat schon jeder einmal die Feenkamine als Bilder oder im Fernsehen bewundert, aber das wird der Wirklichkeit nicht gerecht und es so wie oft beschrieben als würde man eine Mondlandschaft bestaunen. Wir besuchten dann noch das Taubental, die Festung von Urchisar und natürlich das Göreme-Tal. Am Nachmittag kam dann der obligatorische Besuch einer Teppichknüpferei und eines Keramikzentrums. Aber für diesen Tag war unser Programm noch nicht beendet denn wir wollten noch zu den "tanzenden Derwischen". Wir hatten schon einmal vor einigen Jahren so eine Veranstaltung besucht und waren so angetan, daß wir uns eingehend mit Mevlana Celaleddin Rumi beschäftigten und deshalb war es für uns ein MUSS die Mevlevis tanzen zu sehen. Es teilte nicht jeder unsere Begeisterung obwohl die Reiseleiter darauf hinwiesen, daß dies eine regligiöse Aufführung ist, waren wohl einige der Touristen der Meinung das ist sowas wie ein bunter Abend! Die Aufführung fand in einer Karawanserei statt was dem ganzen noch den Richtigen Rahmen gab. Für uns war auch dies ein Höhepunkt!

7. Tag Kappadokien-Konya-Antalya
Heute begann unser letzter Tag. Wieder brachen wir um 6:30 Uhr auf und warfen noch letzte traurige Blicke auf die wunderschöne Landschaft Kappadokiens. Wir hielten um die Sultanhani, die größte seldschukische Karawanserei (ca. 5000 qm) zu besichtigen und fuhren dann weiter nach Konya. In Konya besichtigten wir das Mevlana Museum, das Kloster der tanzenden Derwische und das Grab von Celalettin Rumi, dem Gründer des Derwischordens und berühmten Philosoph des islamischen Sufismus. Wie ich schon erwähnte haben wir uns sehr mit Mevlana beschäftigt und obwohl wir hier auch schon einmal waren, war es alles andere als langweilig. Nach dieser Besichtigung machten wir unsere Mittagspause und nun ging es leider schon Richtung Antalya! Wir fuhren über Seydisehir durch das Taurusgebirge und waren dann, nach einigen kurzen Pausen, am späten Nachmittag in Antalya wo wir noch eine Goldschmiede besuchten. Im Hotel angekommen verabschiedeten wir unseren Reiseleiter und Busfahrer. Hier noch eine kleine nette Geschichte: Nach dem Abendessen beschlossen wir mit Marianne und Werner, zwei Mitreisende, der Altstadt und dem Hafen Antalyas einen Besuch abzustatten. Der Rezeptionist sagte es wären ca. 4 km. Wir liefen los und waren so in unser Gespräch vertieft, daß wir nicht darauf achteten wo wir waren und da wir nicht an der Hauptstraße entlang gehen wollten sind wir im prinzip alle Buchten abgelaufen. Wir liefen und liefen und waren dann schließlich ca. 2,5 Stunden später wirklich am Hafen. Der Hafen und die Altstadt Antalya's sind wirklich sehr malerisch und romantisch - am Tag wie in der Nacht. Nachdem das mit den 4 km in keinster Weise zutraf wollten wir uns dann auch nicht so spät auf den Rückweg machen. Aber wo und in welchem Stadtteil war eigentlich unser Hotel? Wir gingen los und waren uns einig, daß wir nicht den gleichen Rückweg nehmen wollten sondern an den Hauptstraßen entlang was bestimmt viel kürzer sein würde. Wir liefen und liefen und dachten jetzt müssen wir mal die Hauptstraße verlassen, denn unser Hotel war ja auch in einer Seitenstraße. Es wurde zusehens ruhiger und dunkler, wir durchliefen riesige Baustellen mit Hochhäusern wo es ab und zu etwas Licht gab, dann an alten Friedhöfen vorbei und durch mannshohes Schilfgras. Endlich sahen wir in der Ferne wieder eine beleuchtete große Straße. Ich will es nicht zu lange machen, ein paar nette türkische Männer die vor einem Haus saßen und Tee tranken boten ihre Hilfe an. Das Problem war, alles was wir über unser Hotel wußten war der Name der auf dem Zimmerschlüssel stand. Es kam dann noch ein Taxifahrer dazu und letztendlich die Polizei. Mit Händen und Füßen erklärten wir unser problem und die Polizisten nahmen uns in ihrem Wagen mit zu Polizeiwache, setzten und in einen Pavillon, kamen nach 5 Minuten zurück und sagten dem Taxifahrer wo wir hin müßten. Eigentlich waren wir gar nichts mehr so weit entfernt von dem Hotel aber da es eine kleine Seitenstraße war, hätten wir es wahrscheinlich nie mehr wiedergefunden. Und die angeblich 4 km waren ca. 10 km. Gegen 2:00 Uhr Nachts waren wir dann glücklich zurück. Das war ein sehr aufregender Abend!!!

8. Tag Badeaufenthalt 
Heute morgen hieß es Abschied nehmen von unserer Reisegruppe und wir waren schon etwas traurig. Jetzt wurden wir nach Alanya ins Hotel Ananas zu unserer Badewoche gefahren. (Siehe separate Seiten)


 

 

Unser Fazit dieser Urlaubswoche: Die Rundreise war ein Erlebnis und war schon allein landschaftlich wunderschön - für uns bestand sie aus lauter Höhepunkte! Zu unserem Glück hatten wir eine sehr nette Reisegruppe!

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