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Morgens um 7:00 nahmen wir Abschied
von diesem beeindruckenden Teil der Türkei und freuten uns auf Kappadokien.
Wieder erwartete uns einen stundenlange Busfahrt. Aber um wenigstens einen
Teil eines so großen Landes wie die Türkei zu sehen geht es halt nicht
anders. Und wie anstrengend es manchmal sein mag, es lohnt sich allemal! Das
nächste Ziel war Karamannmarasch, das bekannt ist für sein Eis welchem
Orchideenwurzel und Vanille beigemischt werden. Weiterhin lebt diese Region
hauptsächlich vom Baumwollanbau. Auch Karamannmarasch ist eine konservative
Stadt und hoch über ihr thront eine sehr große Moschee. Übrigens werden die
Moscheen alle von Spendengeldern gebaut. Weiter fuhren wir durch den Taurus
und es ging wieder in die Höhen. Unser Reiseleiter beschrieb diese Landschaft
als öde - dem können wir nicht zustimmen - wir empfanden sie auch durch das
Farbenspiel als sehr faszinierend. So durchfuhren wir des
nachmittas Kayseri
und kamen alsbald in Derinkuyu an und besichtigten die unterirdische Stadt. Es
ist schon sehr beeindruckend zu sehen wie die Menschen hier vor vielen vielen
Jahren gelebt haben. Allerdings muss ich bemerken,
dass ich persönlich die
unterirdische Stadt Kaymakli die wir vor einigen Jahren besichtigt haben,
aussagekräftiger finde. Im Anschluß fuhren wir nach Urchisar wo wir eine
Fotopause einlegten. Zwischenzeitlich war es früher Abend und die
Tuffsteinlandschaft Kappadokiens erstrahlte in dem warmen Licht der
untergehenden Sonne und obwohl wir dieses Schauspiel schon einmal vor Jahren
genossen hatten, konnten wir uns nicht sattsehen. Nachdem unser Reiseleiter
uns von diesem großartigen Naturschauspiel losgerissen hatte fuhren wir nach
Ürgüp ins Hotel "Merit Inn-Kappadokia".
6.
Tag Kappadokien Heute sollten wir den
ganzen Tag in Kappadokien verbringen. Neben unseren Besichtigungen wurden
uns drei weitere Ausflüge angeboten. Das war einmal ein bunter Abend in
einem Tuffsteinfelslokal (am Ankunftsabend), eine Aufführung der Mevlevis
(tanzenden Derwische) und eine Ballonfahrt über Kappadokien. Bei einem
früheren Kappadokienbesuch wurden der bunte Abend und die Derwische
zusammen in einem Tuffsteinlokal zum Preis v. ca. DM 20,-- angeboten,
jetzt wo man die beiden Veranstaltungen getrennt hat kostete jede pro
Person Euro 20,--! Die Ballonfahrt sollte lt. Marco Polo Reiseführer Euro
150,-- kosten - tatsächlich wurde sie für Euro 180,-- angeboten.
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Auf
unsere Nachfrage hin warum so teuer, erklärte uns der Reiseführer,
die
Veranstalter surften im Internet und wüßten was so eine Fahrt in
Deutschland kosten würde und hätten den Preis übernommen! Nichts desto
trotz hatte ich mich für die Ballonfahrt angemeldet und es nicht
bereut. Für
jeden Kappadokienbesucher und Naturliebhaber ist es ein unbeschreibliches
Erlebnis mit dem Ballon in den Sonnenaufgang zufahren und diese
überwältigende, grandiose Landschaft von oben zu sehen! Als wir gegen 9:00 morgens zurück waren brachen wir zu unseren
Besichtigungen auf. Als erstes fuhren wir zum Pasha- oder Mönchstal wo
wir wir dann auf eigene Faust die Landschaft erkunden konnten. Danach
besuchten wir das Freiluftmuseum von Göreme mit seinen Felsenkirchen die
auch wegen ihrer Fresken sehr berühmt sind. Dort herrschte bereits
munterer Betrieb und teilweise mußten wir ca. 10 - 15 min. warten um die
einzelnen Kirchen zu besichtigen. Im Anschluß daran durchfuhren wir das
Taubental. Natürlich legten wir immer wieder Fotopausen ein. Das mag sich
jetzt vielleicht langweilig anhören - ist es aber wirklich nicht; denn
die Landschaft ist unbeschreiblich schön und die Felsenwohnungen wirklich
interessant. Einige kann man auch besichtigen. Sicherlich hat schon jeder
einmal die Feenkamine als Bilder oder im Fernsehen bewundert, aber das
wird der Wirklichkeit nicht gerecht und es so, wie oft beschrieben, als
würde man eine Mondlandschaft bestaunen. Wir besuchten dann noch das
Taubental, die Festung von Urchisar und natürlich das Göreme-Tal. Am
Nachmittag kam dann der obligatorische Besuch einer Teppichknüpferei und
eines Keramikzentrums in Avanos/Cavusin. Aber für diesen Tag war unser Programm noch nicht
beendet denn wir wollten noch zu den "tanzenden Derwischen". Wir
hatten schon einmal vor einigen Jahren so eine Veranstaltung besucht und
waren so angetan, daß wir uns eingehend mit Mevlana
Celaleddin Rumi
beschäftigten und deshalb war es für uns ein MUSS die Mevlevis tanzen zu
sehen. Es teilte nicht jeder unsere Begeisterung obwohl die Reiseleiter
darauf hinwiesen, daß dies eine religiöse Aufführung ist, waren wohl
einige der Touristen der Meinung das ist so was wie ein bunter Abend! Die
Aufführung fand in einer Karawanserei statt was dem ganzen noch den
Richtigen Rahmen gab. Für uns war auch dies ein Höhepunkt!
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