|
Reisebericht - Side - Ein Ausflug
Film zum Ausflugsbericht ganz unten auf der Seite!
Side-Colakli-römische-Brücke-Aspendos-Köprülü Kanyon-türkisches Dorf.
Wir hatten uns
schon zu Hause vorgenommen einen Ausflug vor Ort zu testen, um über diesen zu
berichten und planten eigentlich einen 2 Tage Ausflug nach Fethiye um die
Bilder nachzuholen z.B. von der versunken lykischen Stadt Simena, von der
Vorzeige-Lagune Ölü Deniz und anderen Sehenswürdigkeiten, die wir auf unseren
Rundreisen und Ausflügen nicht intensiv genug besuchen und fotografieren
konnten. Leider konnten wir in dieser einen Woche die uns zu Verfügung stand
diesen Ausflug nicht buchen; denn die Reiseleitung von Alltours in Vertretung
durch Novum Touristik, hatte da wir am Donnerstag ankamen den Begrüßungs- und
Informations-Tag für uns auf Samstag gesetzt, so war es nicht möglich diese
Reise nach Fethiye zu buchen denn sie wäre genau an diesen Samstag gewesen. So
entschlossen wir uns diesen Ausflug zu buchen, der unter dem Motto „Alltours
Spezial von allem etwas" stand.
Preis
33 Euro pro Person.
Bevor ich mit
dem Ausflugsbericht beginne möchte ich mich erstmals bei allen unseren
türkischen weiblichen und männlichen Reiseführern bedanken. Soweit sie mir
noch namentlichen bekannt sind wie die Damen Serab & Hülya, die Herren Kenan &
Tansel, und auf diesem Ausflug der Herr Gürsel. Die all ihr Wissen über ihr
Land das hystorische, das moderne, ihren Glauben und ihre persönlichen
Meinungen, manchmal amüsant, immer kurzweilig und auch immer höflich an den
Mann bzw. Frau gebracht haben. Die auch stets bemüht waren das beste und
sicherste für ihre Gäste zu bieten. Vor allem hat mich beeindruckt, dass alle
Türken und nicht nur die Reiseführer mächtig stolz auf ihr Land sind, der
Nationalstolz nicht übertrieben und überheblich ist - wie bei manchen unser
einer, also
etwas, das uns anscheinend abhanden gekommen ist.
Der Ausflugsbericht.
Pünklich um 8:30h wurden wir vom Herrn Gürsel mit dem Bus abgeholt, natürlich
soll auch der Fahrer erwähnt werden (ein besonnerer und sicherer Driver seiner
Zunft) dessen Namen ich nicht mehr weiss. Nach Abklappern der verschiedenen
Hotels (siehe Colakli)
waren wir komplett und der Ausflug begann mit der Anfahrt zur ersten
Besichtigung die römischen Brücke bei Aspendos, die Brücke die wir von
unseren früheren Aufenthalten in der Türkei schon kannten und damals noch
befahren wurde ist jetzt gesperrt und restauriert worden.
Hätte man sie in
den 1998er Zustand erhalten, wäre die Brücke ein attraktives Fotoobjekt
geworden. Nun ich meine das
ist kein Höhepunkt, die Restauration ist so gut gelungen das man meint die Brücke wurde erst neu gebaut, man wird zur Brücke gefahren, kann einen alten
moslemischen Friedhof mit uralten Gräbern besichtigen, überquert dann die
Brücke und wird auf der anderen Seite wieder vom Bus abgeholt und es geht
weiter nach Aspendos. Der Höhepunkt war ein wirklich schönes Panorama, der
smaragdgrüne Fluß Köprü und im Hintergrund das Taurusgebirge. Bei der
Rückfahrt von der anderen Seite über eine andere Brücke nach Aspendos hat man
den viel schöneren Blick auf die römische Brücke. Auf den Weg nach Aspendos
wurde eine Moschee in einem kleinen Dorf besichtigt. Nach den vielen Besuchen
in den großen bekannten Moscheen in der Türkei interessierte es uns wie diese
in einem kleinen Dorf von innen aussehen. Danach ging es weiter nach
Aspendos,
das wir auch schon kannten und neue
Bilder machten. Nach den ausführlichen
Erläuterungen von Herrn Gürsel und der Besichtigung des Theaters, war das
nächste Ziel der Nationalpark Köprülü Kanyon. Auf dem Weg zum Taurusgebirge
dem Köprütal entlang, an den Flanken des Tals hoch zu unserem Ziel, erhaschte
man während der Fahrt auf der kurvenreichen Strasse entlang immer wieder einen
Blick auf den smaragdgrünen Fluß Köprüpazar der sich tief unter uns dem Gebirgstal herunterschlängelt, mit Stromschnellen durchsetzt, von Herrn
Gürsel aufmerksam gemacht das der Fluß eine Attraktion für Raftinganhänger
ist. An einer geeigneten Stelle mit Blick zum Fluß hielten wir an um eine
Fotopause zu machen um die Rafter und den Fluß zu fotografieren, es waren
einige Boote unterwegs, erst etwas später bei unserer Mittagsrast wurde uns
bewusst, dass das die reinste Bootsvölkerwanderung ist. An einem idyllischen
Flecken stand das offene überdachte
Restaurant mit einer Bankreihe direkt
neben dem Fluß. Wir hatten zwei Gerichte zur Auswahl einmal Hähnchenspieß oder
Forelle gebraten, die Forelle für die wir uns entschlossen war wirklich ein
Gedicht. Hervorragend gewürzt und in dieser Umgebung schmeckte sie nochmal so
gut. Beim Essen konnte man die Rafter beobachten wie sie zu einigen hunderten
Booten den Köprüpazar vergewaltigten, ob das für dieses Tal bzw. der Umwelt
gut tut diese Massen an Booten und Leuten den Fluß vergewaltigen zu lassen,
ich weiss es nicht. (übrigens wird diese
Raftingtour auch vor Ort angeboten, sie hat einen Schwierigskeitsgrad von 2.
Also das heisst es kann auch die Oma mitmachen. Sie steht unter dem Motto
„gute Laune mitbringen“ das heisst sie werden nicht nur von Stromschnellen
nass, sondern auch auf Höhe des Restaurants von den Bootsführern und
Mitpaddlern vollgespritzt und manchmal auch von diesen in das kalte Wasser
geschupst zur Gaudi der Restaurantbesucher) Wir
fuhren weiter den Canyon entlang in die Höhe, an einem günstigen Parkplatz
machten wir halt für eine Fotopause und machten hier einen kurzen Abstecher zum Canyonrand, um
dort die den Fluß speisenden Quellen und
das tief eingeschnittene Tal von oben zu bewundern. Eine wirklich
beeindruckende Kulisse die sich darbot, danach ging es weiter zum eigentlichen
Ziel dieses Canyons der römischen Olukbrücke. Ein beeindruckendes Bauwerk das
die
alten Römer über den Canyon bauten und die vielen Karstquellen die den Fluß speisen. Von der Brücke geht ein Weg zum Fuß des Canyons wo man den Fluß
und die Quellen aus nächster Nähe und die imposante Brücke von unten bewundern
kann. Die Fahrt ging weiter zu einem türkischen Dorf um ein türkisches
Dorfleben und typisches Haus von innnen zu betrachten, vom Hausherren Ali
begrüßt, von der Oma gemustert, wurden wir auf der Veranda mit Tee bewirtet.
Unsere Bedenken das dies alles nur für Touristen hergerichtet wurde ist nicht
ganz so, die Toilette wurde für die Gäste errichtet aber ansonsten hatte man
das Gefühl und den Eindruck das es ist wirklich so ist, das Dorf wurde auch
nicht extra herausgeputz und die Bewohner gingen ihrem normalen Alltag bzw.
Arbeit nach. Nach diesem Besuch ging der Ausflug zu Ende. Nach Absetzten der
anderen Mitreisenden waren wir um ca.18.00 h im Hotel.
Fazit dieses
Ausflugs: Im Großen und Ganzen sein Geld wert, bei Aspendos über die römische
Brücke laufen ist sicher kein Highlight. Der Nationalpark und das Dorfleben
interessant, die Forelle ein Schmankerl. Die vielen Wildwasservegewaltiger -
ich weiss nicht ob es in dieser Größenordnung sein muß. Die Ausführungen von
Herrn Gürsel sehr exzellent.
Als Grußkarte versenden
|