Hierapolis


    und das Baumwollschloss

 
                               
Pamukkale


Hierapolis


 Die Sinterterrassen von Pamukkale
 

Hierapolis wurde von König Eumenes 2. im zweiten Jh. vor Chr. gegründet, und zwar als Festung mit einer Militärkolonie, wobei sie vielleicht nach Hiera, der Gemahlin Telephos, Hierapolis benannt wurde. Von dieser Stadtanlage sind nur geringe Reste eines Theaters im Norden erhalten, da sie in der Zeit Neros durch ein Erdbeben 60 n. Ch. zerstört wurde, worauf südlich eine neue errichtet wurde. Alles Erhaltene ist jedoch noch jünger als die Neugründung und gehört zum Teil zu spätern Neubauten, da die Stadt unter den Kaisern Antonius (161 n. Ch.) und Alexander Severus (235 n. Ch.) von weiteren Erdebeben hei gesucht wurde. Unter Septimus Severus und Caracalla, dessen Erzieher der aus Hierapolis stammende Sophist Antipater war, lag die Glanzzeit der Stadt. Eine starke Judengemeinde veranlaßte ein frühes Eindringen des Christentums in Hierapolis (Kolosser 4,13), wo der Apostel Philipus im Jahr 80 n. Ch. als Märthyrer starb. Hiereapolis war dann Bischofssitz und Metropolis, verödete aber nach dem Eindringen der Seldschuken allmählich

Hierapolis liegt oberhalb der Pamukkalequellen. Pilger und Kranke  suchten das sogenannte Plutonium auf, eine Felshöhle die unterhalb des Tempels des Apollo, des Hauptgottes der Stadt lag. Die Priester der Kybele, die lange vor Apollo hier verehrt wurde, führten die Aufsicht. Sie glaubten, durch das Wasser und durch die Mysterien der Priester geheilt zu werden. Das Plutonium selbst war angeblich von giftigen Dämpfen erfüllt und durfte nur von den Priestern betreten werden, die mit dem Gott der Unterwelt in Kontakt traten. Die Höhle ist heute  nicht mehr vorhanden. Die Ausgrabungen  in Hierapolis brachten relativ gut erhaltene Bauten zum Vorschein. Wie das Theater, die Säulenstraße diese führte vom Tempelbezirk entlang des Forums zum hellenistischen Stadttor, dem Frontinus - Tor, die großen Ruinen einer Thermalanlage, Reste eines Apollotempels und die Nekropole. Sie ist die größte Grabstätte in Kleinasien. 

In dieser Region befinden sich 17 Warmwasserflächen, deren Grade um die 35-100° C verändern. Die Thermalquelle von Pamukkale wird seit den antiken Zeiten verwendet. Das Wasser dass beim Abkühlen in Kohlendioxid und Kalziumcarbonat zerfällt, ist als erstes ein weiches Gel. Es verhärtet sich mit der Zeit und wird also zu Kalk. Dieser lagert sich ab und bildet Schichten. So entstehen auf natürlichem Weg terrassenförmige Becken. Der Name  Pamukkale - pamuk -  Baumwolle - kale - Schloss, also Baumwoll- oder Watteschloss. Weil der große Touristenandrang den Thermen schadete (sie wurden stark verschmutzt) denn das betreten und das spielen von Besuchern vor allem mit Schuhen, auf diesen Schichten, führt zur Zerdrückung, Auflösung und zur Zerstörung der Absetzung des weichen Kalzium Karbonats. 1997 wurden sie teilweise gesperrt, und mit Stegen versehen, was dieses einzigartigen Naturwunder nicht schöner macht aber es musste leider etwas geschehen! 

Die Roten Quellen (Rotwasser), befindet sich innerhalb der Gemeinde Karahayıt bei der Gemeinde Akköy. Es liegt ungefähr 5 km nördlich von Pamukkale entfernt. Wegen dem Eisenoxyd im Thermalwasser, entstehen rot, grün und weiß farbige Travertinschichten. 

(Das Wort Travertine kommt aus der italienischen Stadt Tivoli, die in der Römerzeit "Tivertino" genannt wurde und wo sich breite Bodensätze befinden. Die Travertine sind Felsen, die aus sehr unterschiedlichen Gründen und wegen verschiedenen Begebenheiten durch physikalische Reaktionen sich senkend entstanden sind).

Die rotwässerigen Travertinen von Karahayıt befinden sich ungefähr auf einer 500 m² großen Fläche. Dieser Ort, ist wegen seiner bewundernswerten Naturschönheiten einer der wichtigsten Tourismusgemeinden des Bezirkes.
In der Antike war Hierapolis ein viel besuchter Kurort. Ein Teil der riesigen Badeanlagen ist restauriert und wird als Thermenmuseum genutzt. 

 

So schaute Hierapolis und das Baumwollschlößchen Pamukkale 1997 aus!

 

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