Konya

      und der Mevlana Orden

       

 

 

Konya ist in jeder Hinsicht eine bemerkenswerte Stadt denkt man an die "Tanzenden Derwische" einen Orden der von Mevlana Celal ed-Din Rumis (1207-73) dem Gründer des Sufismus ins Leben gerufen wurde und Toleranz gegenüber allen Menschen und Glaubensrichtungen lehrt. In ihrem Tanz drehen sich die Derwische um die eigene Achse bis sie sich in einer Art Trancezustand befinden. Die Derwischorden hatten sehr viel Macht, da auch hohe Beamte und Herrscher dem Orden angehörten, bis sie in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts in der Türkei verboten wurden. Wieder mit der kleinen Ausnahme der Mevlevis, die einmal im Jahr auf einem Festival in dem von Mevlana gegründeten Konvent ihre Tänze aufführen dürfen (jährlich am 19. Dezember!). Dieser Konvent ist heute ein Museum. Hier sind die Sakopharge Mevlanas und seiner engsten Anhänger, Reliquien, Handschriften, die Derwischzellen und der Tanzraum zu sehen. 

Konya mit seinen ca. 1 Mio. Einwohner ist eine grüne Oase in der kargen Ebene, wegen seiner zahlreichen kleinen Flüsse und seiner besonderen Lage wurde sie von den Seldschuken zur Hauptstadt ihres Reiches gemacht, man findet noch viele guterhaltene Bauwerke aus dieser Zeit in Konya und Umgebung. Sehenswert das Museum mit seinen grünen Türben (Mevlana Müszesi) das Etnografya Müszesi und die Alaeddin Camii Moschee die grösste und älteste  seldschukische Moschee in Konya (unter Sultan Alaeddin Keykubar I. 1221 errichtet) sowie die Büyük Karatay Medrese eine ehemalige Koranschule heute ein Museum für Keramik aus der seldschuken Zeit. Der Basar mit seiner großen Auswahl der heimischen Handwerkskunst ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Mehr über die Bedeutung des Tanzes der Derwische

 

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