Eine  Rundreise 
     
 
führte uns durch das "Land der schönen Pferde" 

Kappadokien bizarr und faszinierend

 



Kappadokienkarte

1. Tag Ankunft und Übernachtung in Antalya 
Kennenlernen unserer Reiseleiterin, der Reisergruppe und Aushändigung des Informationsmaterials und Besprechung unserer Reiseroute.

2. Tag von Antalya - Konya durch Aksaray - Nevsehir
Am frühen Morgen begann unsere Rundreise. Wir fuhren von Antalya nach Beysehir an den gleichnamigen See der wegen seiner sehr schönen Lage ein beliebtes Ausflugsziel ist. Nach einer kurzen Teepause ging die Fahrt durch das Taurusgebirge in das Hochplataeu Konya's. Hört man Konya denkt man an die "Tanzenden Derwische" einen Orden der von Mevlana Celal ed-Din Rumis (1207-73) dem Gründer des Sufismus ins Leben gerufen wurde und Toleranz gegenüber allen Menschen und Glaubensrichtungen lehrt. In ihrem Tanz drehen sich die Derwische um die eigene Achse bis sie sich in einer Art Trancezustand befinden. Die Derwischorden hatten sehr viel Macht, da auch hohe Beamte und Herrscher dem Orden angehörten, bis sie in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts in der Türkei verboten wurden. Wieder mit der kleinen Ausnahme der Mevlevis, die einmal im Jahr auf einem Festival in dem von Mevlana gegründeten Konvent ihre Tänze aufführen dürfen (jährlich am 19. Dezember!). Dieser Konvent ist heute ein Museum. Hier sind die Sakopharge Mevlanas und seiner engsten Anhänger, Reliquien, Handschriften, die Derwischzellen und der Tanzraum zu sehen. Wir besichtigten das Museum mit seinen grünen Türben. Welch ein Museum! Nach ein Stadtrundfahrt verließen wir Konya Richtung Aksaray. Die Landschaft die bis dahin grün und abwechslungsreich war wurde nun karg. Aksaray umfuhren wir und wir befanden uns auf der Straße nach Nevsehir und es war schon ein sehr langer Tag als wir in der Dunkelheit (ca. 21:00) in unserem Hotel ankamen. 

3. Tag Kappadokien
Heute wurden wir beim ersten Blick aus die Fenster für die Mühen des vergangenen Tages belohnt. Es boht sich an  grandioser Anblick.  Wunderschön sahen
die Tuffsteinformationen in der Morgensonne aus. Die Perser nannten Kappadokia, "Land der schönen Pferde" die  ihre Pferde hier erstanden. Aber diese bizarre und wunderschöne Vulkanlandschaft kann man nicht in Worte fassen, die Erosion hat in Jahrtausenden die seltsamsten Gebilde geformt.  Die leichte Bearbeitung  und ihr Schutz haben sich schon seit jeher die Menschen zu Nutze gemacht und Siedlungen, ja sogar ganze unterirdische Städte gebaut.Die 3 bekanntesten unterirdischen Städte und Göreme mit seinen vielen in Fels gehauenen Kirchen haben die grösste Anziehungskraft auf die zigtausend von Touristen die jährlich hierher kommen. Der zweite Tag sollte uns zu den vielbeschriebenen unterirdischen Städten führen. Wir fuhren nach Kaymakli, eine der unterirdischen Städte. Warum und zu welchen Zweck diese gebaut  wurden gibt es noch keine genauen und konkreten  Erkenntnisse (obwohl von den Reiseleitern erzählt wird, sie sollten zum Schutz von Räubern etc. dienen, da sie für Vorbeireitende unsichtbar waren), in den bis zu 10  Stockwerken tiefen Höhlen konnten bis zu 40.000 Menschen Unterschlupf finden, ungeklärt ist auch wie die riesigen mühlsteinähnlichen Türen durch die schmalen Gänge gebracht wurden, denn sie bestehen aus härterem Gestein als das vor Ort und dienten als Verschluss und zum Schutz vor Feinden.Nachdem wir die Höhlenwohnungen besichtigt hatten fuhren wir weiter  um die Felsenkirchen zu besichtigen. Wir verbrachten den Rest des Tages damit das Ihlara-Tal, das Zelve-Tal, die Landschaft zwischen Ürgüp und Göreme teils mit dem Bus, teils zu Fuß zu erkunden. Wir hatten die Möglichkeit einige Felsenwohnungen zu besichtigen und waren begeistert von den "Feenkaminen". Wie kann man diese Landschaft mit Worten beschreiben? Fast hat man das Gefühl man befindet sich auf einem anderen Planeten. Eine unheimliche Weite und Schönheit die je nach Tageszeit und Sonnenlicht wechselt. Wir empfehlen jedem Türkeibesucher sich die Zeit für eine kleine Kappadokienreise zu nehmen! Zum guten Abschluß verbrachten wir den Abend in einem urigen Lokal in einem dieser Tuffsteinfelsen.

4. Tag Kappadokien - Sultanhani - Konya - Denizli - Pamukkale
Noch ein letzter Blick auf dieses grandiose Naturschauspiel und wir fuhren weiter. Es ging wieder Richtung Konya. Zwischen Aksaray und Konya liegt die
Sultanhani, eine der größten seldschukischen Karawanserei die an der ehemaligen Seidenstraße liegt und in ihrer Zeit den Reisenden Unterkunft für Mensch und Tier bot. Nach deren Besuch ging es weiter. Wieder hatten wir eine sehr lange Fahrt durch das Taurusgebirge vor uns, es folgten noch einige Teepausen bevor wir am späten Nachmittag Pamukkale erreichten. Der Ort den wir heute Pamukkale nennen war in der Antike die Stadt Hierapolis. Unvergleichglich ist der erste Blick, wenn plötzlich die weißen Kalksinterterrassen gleich einem erstarrten Wasserfall aus einem Busfenster zu sehen sind und in dem teils leuchtenden weiß rot blühende Oleanderbüsche stehen. Bei unserem ersten Besuch in Pamukkale (vor einigen Jahren) führte eine Straße direkt durch die Kalksinterterrassen, Gott sei Dank wurde diese beseitigt, außerdem sind nun teilweise Stege angelegt worden um die Terrassen zu schützen. Trotzdem darf man dieselben mit ihren warmen Quellen ohne Schuhe noch immer betreten.  Hierapolis war in der Antike ein beliebter Kurort und die Menschen nutzten damals schon die heilende Kraft der warmen Quellen. Oberhalb der Kalksinter kann das beeindruckende Theater besichtigt werden. Durch die ehemalige Säulenstraße gelangt man zur Nekropole (die Totenstadt) mit ihren vielen Sakopharken. Entlang dieser Säulenstraße ist alter Baumbestand mir unzähligen Vöglen von deren Geschzwitscher man begleitet wird. Und dann die Lichtverhältnisse! Selbst wenn man bis jetzt nicht von der Schönheit dieses Ortes gefangen wurde - spätestens jetzt kann man sich  dem Zauber nicht mehr entziehen! Nach einem unvergleichlichen Sonnenuntergang fuhren wir weiter zu dem ca. 20 km entfernten Denizli, ein lebhaftes Städtchen in dem viele Pamukkale-Touristen übernachten. Von unserer Reiseleiterin erfuhren, daß es in Denizli eine Straße der "Babiere" gibt, welche wir uns am gleichen Abend ansehen wollten. Und wirklich ein Friseur neben dem anderen. Rasieren, warme Tüchern und massieren, Ohren enthaaren (alles ca. 45 min) hat zur damaligen Zeit DM 1,20 gekostet und Mann wurde richtig verwöhnt. Ein weiterer gelungener Tag ging zu Ende.

 

 
 

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