Die Türkei ein Rundreisebericht

Antalya-Istanbul-Antalya

       


 

1. Tag Ankunft und Übernachtung in Antalya
Antalya ist die Metropole der Türkischen Riviera. Erfüllt mit hektischem Treiben und gleichzeitig mit der beschaulichen Altstadt und ihrem wunderschönen Hafen die zu Spaziergängen und zum Verweilen einladen.  Vor allem nachts kann man sich der Romantik nicht entziehen. Hier verbrachten wir unsere erste Nacht (das Hotel war eher mäßig).

2.Tag Von Antalya nach Bursa
Das war der anstrengenste Teil unserer Rundreise, wir starteten morgens um 7:00 Uhr und hatten ca. 800 km Busfahrt vor uns.  Die Fahrt ging von Antalya Richtung Budur zu einer Tropfsteinhöhle. Dann weiter Richtung Afyon nach Küthya, das bekannt ist für seine Keramiken. Die Fahrt führte uns durch das beindruckende Taurusgebirge, durch grüne Täler und dichte Mischwälder. Bursa liegt am Fuße des Uludag und ist eine konservative Stadt. Sehr sehenswert sind große Moschee aus dem 14. Jahrhundert und die "grüne Moschee" mit den Sultansgräbern. Die Karawanserei in der heute der Seidenbazar beheimatet ist, besteht aus vielen kleinen Geschäften und  einladenden Restaurants mit wunderschönem Innenhof mit viel Grün und Vogelgezwitscher .
Was das leibliche Wohl betrifft: Während der ganzen Fahrt hielten wir zum Mittagessen immer in Restaurants am Straßenrand (besucht von Einheimischen und Fernfahrern) die sehr einfach aussahen aber ein wirklich spitzenmäßiges Essen für wenig Geld anboten!

3. Tag Von Bursa nach Istanbul
Früh morgens ging die Fahrt von Bursa nach Yalova. In Yalova ging es auf eine Fähre mit der wir übers Marmara Meer nach Gebze und dann auf dem Landweg weiter nach Istanbul fuhren. Wir gingen im asiatischen Teil an Land. Dann folgte eine Orientierungsfahrt zum Kamlicka Hügel von dem man das Panorama von Istanbul bewundern konnte. Istanbul ist ein Erlebnis! Eine Stadt in der das Leben pulsiert nicht anders als in westlichen Großstädten, wo einem andererseits hier aber auch stets die orientalische Gelassenheit begegnet. Beeindruckend sind die Zeugen der Vergangenheit aber aber auch die Boulevards mit  modernsten Prachtgeschäften. Auch sollte man sich eine Fahrt über die Europabrücke nicht entgehen lassen.

4.Tag Istanbul nach Canakkale
Der Höhepunkt war der Besuch des Topkapiserails 
für den man sich wirklich Zeit nehmen sollte und den ich hier in Worten gar nicht beschreiben kann. Wunderschön die blaue Mosche mit ihren sechs Minaretten und die Süleymann Moschee nicht weniger beeindruckend. Auch von der Hagia Sofia (heute ein Museum) waren wir begeistert. Auf keinen Fall sollte man versäumen den ägyptischen Bazar (Gewürzbazar - Farben und Gerüche aus Tausend und einer Nacht) und den großen Bazar zu besuchen. Was noch zu empfehlen wäre und uns sehr gut gefiel, ist eine Bootsfahrt auf dem Bospurus wo man entlang den Ufern die Paläste und auch die alten Privathäuser bewundern kann und zum guten Schluss ein Mittagessen in einem der kleinen Fischrestaurants.
Am Nachmittag verließen wir Istanbul und fuhren auf der Europäischen Seite die Küstenstraße entlang nach Gelibolou zum Fährhafen. Mit der Fähre durchfuhren wir die Dardanellen und gingen in Lapseki, wieder im asiatischen Teil der Türkei, an Land und fuhren per Bus weiter nach Canakkale.

5. Tag von Canakkale nach Troja - Pergamon - Izmir
Sehr spät kamen wir in Canakkale an (so eine Rundreise ist wunderschön - aber auch anstrengend, man muß sich vorstellen, daß man früh um ca. 7:00 Uhr da jeweilige Hotel verläßt und abends zwischen -frühestens 19:30 - spätestens 21:00- wieder im nächsten Hotel ankommt. 

 


Von Canakkale selbst sahen wir wenig. Ich kann nur sagen, daß es eine schöne Hafenpromenade gab. Weiter ging's in aller Frühe Richtung Troja. Wir waren sehr neugierig was uns da erwarten würde. Hört man Troja denkt man ja sofort an die schöne Helena, an Odysseus, an den Schatz des Priamos und Heinrich Schliemann, das "trojanische Pferd" usw. Es war sehr interessant! Allerdings hatten wir uns Troja etwas imposanter vorgstellt. Wir verließen Troja und fuhren weiter nach Pergamon. Hier führte ein Straße in die wildromantische Höhe, wir besichtigten das steilste Theater der Antike, den Trajanstempel und die Überreste der Akropolis der einstigen Bergstadt und etwas unterhalb das Heiligtum des Heilgottes Asklepios, eine frühes "Kurbad" welches für seine Heilbäder bekannt war.
Nach einer Stärkung im heutigen Bergama ging es weiter Richtung Izmir. Als wir in Izmir einfuhren fiel uns ein unangenehmer Geruch auf. Dieser stamme von den vielen Gerbereien erzählte unsere Reiseleiterin. In Izmir wieder prachtvolle Straßen und eine sehr schöne Hafenpromenade. Leider sahen wir Izmir nur vom Bus aus, wir hätten es gerne zu Fuß erkundet, aber dafür war die Zeit zu knapp.
Nun fuhren wir nach Kusadase.

6. Tag  Kusadase - Ephesus - Denizli
Wir kamen wiederum sehr spät abends in Kusadase an. Kusadase ist eigentlich ein sehr schönes Hafenstädtchen aber touristisch mehr als voll erschlossen was sehr schade ist. Sieht man die Menschenmassen (nachts Ballermann pur), vergißt man ganz die Schönheit dieses Städtchens. Am nächsten Morgen fuhren wir zum nicht weit entfernten Ephesus, ich wollte schreiben zu einem der Höhepunkte, aber das stimmt so nicht; denn genau betrachtet ist jeder der besuchten Orte ein Höhepunkt für sich und verdient unsere Aufmerksamkeit.
Ephesus sollte bei jedem Türkeibesuch ein Muß sein! Es wird wirklich eine Stadt besichtigt und nicht nur ein paar Steine, wunderschön das Byzantinische Tor, die Agora, der Artemistempel, die Celsus-Bibliothek, das Gymnasium, der Hadrianstempel, die Marmorstraße, selbst ein Abwassersystem m. Toiletten gab es hier schon. Das riesige Theater (ca. 25.000 Plätze) in dem oft Konzerte stattfinden und in dem die "großen Tenöre" der Welt auftreten.
Nicht weit von Ephesus entfernt, befindet sich das Sterbehaus der Mutter Maria. Heute eine kleine Kirche mit kleinem Klostergebäude, das ein paar Mönche beherbergt. Das ganze liegt sehr idyllisch von einem Mischwald umgeben.

7. Tag Denizli - Beschreibung von Pamukkale und Hierapolis
Am späten Nachmittag erreichten wir Hierapolis das oberhalb der Kalksinterterrassen liegt. Auch hier gibt es ein großes Theater. Etwas entfernt findet man die Nekropole (Totenstadt) mit teilweise gut erhaltenen Sarkophagen, was nichts gruseliges an sich hat, sondern sind inmitten von großem alten Baumbestand sehr viele Vögel beheimatet und begleitet von deren gezwitscher spazierten wir zu den Kalksinterterrassen zurück. Zur damaligen Zeit führte eine Straße genau durch die Terrassen hindurch, was wirklich sträflich war. Pamukkale (liebevoll Baumwollschlösschen genannt) ist wirklich ein einzigartiges Naturschauspiel. Wie alle anderen zogen wir die Schuhe aus und liefen über die Terrassen und badeten die Füße in dem warmen Wasser. Hier gibt es ein paar Thermalhotels die ihre Pools mit dem Wasser der Quellen speisen. Was zwar einerseits verständlich ist aber andererseits den Terrassen das Wasser entzogen wird und diese somit ihre einmalige weiße Farbe verlieren würden, wenn dem Bauboom von Seiten der Regierung hier nicht Einhalt geboten worden wäre. Wir hatten die Möglichkeit von einem der Hotels, die hier schon seit vielen Jahren stehen, den Sonnenuntergang über Pamukkale zu bewundern. Das war wirklich ein einzigartiges Farbenspiel und ich kann Ihnen das gar nicht so beschreiben das muß man einfach mit eigenen Augen erleben.

8. Tag Rückfahrt nach Antalya 
Denizli ist die Hauptstadt dieser Region und wir übernachteten zwischen Pamukkale und Denizli in einem sehr hübschen kleinen Hotel. Da dieser Tag das Finale unserer Rundreise war, gab es natürlich auch noch ein Abschlußfest mit einem sehr schmackhaften und reichhaltigen türkischen Buffet und auch die Bauchtänzerinnen durften dabei nicht fehlen. Am nächsten Morgen fuhren wir nochmals hoch nach Pamukkale um es auch in der Morgensonne zu bewundern. Nun begann die Rückreise nach Antalya. Wieder fuhren wir durch eine Abwechslungsreiche Landschaft. In der Mittagszeit besuchten wir eine Teppichknüpferei, in der uns die Herstellung vom Färben der verschiedenen Fasern, wie Seide oder Wolle, bis hin zum Knüpfen der ganze Arbeitsablauf erklärt wurde. Mit anschließender Vorführung der verschiedensten Teppiche. Am späten Nachmittag kamen wir dann in Antalya an und eine überaus interessante Woche ging zu Ende.

 


Unser Fazit dieser Urlaubswoche: Die Reise war sehr anstrengend, der Bus war kein Luxusbus, die Hotels in Antalya und Kusadase waren nicht empfehlenswert, alle anderen Hotels waren gut und es war wunderschön!
Was uns ganz besonders am Herzen liegt, ist Ihnen mitzuteilen, daß wir bei jedem Türkeiaufenthalt wirklich sehr, sehr nette und hilfsbreite Menschen kennengelernt haben und stets mit aller Höflichkeit behandelt wurden, so dass wir wirklich das Gefühl hatten wir wären bei guten Freunden zu Gast!!!
Nach dieser ersten Rundreise waren wir so begeistert, dass wir gleich die nächsten planten. Und zwar Kappadokien  und Süd/Ost-Anatolien

 

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