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Die Türkei Rundreise Reisebericht von 2011-1&2.Tag




Wien-Izmir-Istanbul-Izmir-Wien

 

 

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Türkei - Rundreise vom 8.- 15.10.2001 von Anett und Paul aus Wien. 

 

Start- und Zielort der Rundreise war Izmir

1.Tag Izmir

Anreise zum Flughafen, eingecheckt um 6.25 Uhr. 8.15 Uhr startete eine Maschine der Airline Sun Express pünktlich vom Fluggate D 25 nach Izmir. Der Flug verlief ruhig und entspannt. Gut auf dem Adnan Menderes Flughafen in Izmir gelandet, nachdem wir von oben schon die unwahrscheinliche Größe der an der Ägäis liegenden 4 Mio. Einwohner zählenden Metropole wahrnehmen konnten, die sich scheinbar endlos die Bucht entlang zu winden schien, lösten wir unsere Visa und durchschritten die Passkontrollen ohne größere Wartezeiten. Nach Erhalt der Koffer trafen wir auf unseren Reiseleiter, der uns, so wie 6 weitere Reiseteilnehmer zu unserem Reisebus geleitete. Zu unserer Überraschung war es ein Kleinbus und einer aus insgesamt 8 Personen bestehenden Reisegruppe, also besser ging es nicht. Bei Sonnenschein ging es im klimatisierten Bus mit unserem Fahrer Oskay und Zafer, dem Reiseleiter, durch die Straßen Izmirs, vorbei an überschaubaren ein- zweistöckigen, teils bunten Häusern, die Gruppen von Hochhäusern umfassten und so die Hügel hinauf gebaut waren. Hinter dem nächsten Hügel dasselbe Bild und so wechselten sich ärmere Gegenden, wo sich das Leben großteils auf der Straße abzuspielen schien, mit reicheren Gegenden ab. Nach der Ankunft im Hotel „Blanca“ für diese Nacht, hatten wir die Möglichkeit in den Stadtteil Alsancak mit seiner langen Hafenpromenade gefahren zu werden. Wir tauchten ein in den fließenden Strom der vielen Menschen, die sich in diesen Bereichen aufhielten, ob Kleinhändler, die Kaffee, Tee, Mais, Sonnenblumenkerne u.v.m. anboten, die unzähligen Angler, die Pärchen, die sich hier auf den unendlichen Sitzgelegenheiten dem Alltag entzogen oder Familien die zwischen Promenade und Straße die Grünanlagen zu Picknicks nutzten. Im Angesicht der vielen einladenden Lokale, entlang der Promenade, wirkte das Wolken- Sonnenspiel magisch auf uns, das sekundenweise ein anderes Bild auf die Stadt und die dahinter liegenden Berge preisgab. Vor der Küste lagen einige Frachter vor Anker, manche fuhren, so schien es, direkt in die Stadt, Fähren verbanden die verschiedenen Buchten der Stadt miteinander. In einem netten Lokal direkt am Wasser stärkten wir uns, um anschließend parallel zur Hafenstraße, die von einer Reihe mehrstöckiger bunter Häuser kilometerlang einseitig gesäumt war, zurück zu unserem Treffpunkt zu gelangen. Zusammen mit zwei alleinreisenden Damen, der Andrea und der Traude, tauchten wir ein in den kreuz und quer fahrenden stets hupenden Verkehr, den Fußgängern, die über nicht gesicherte Baustellen stiegen und satt auf dem Gehweg gleich auf der Straße gingen, aus naher Entfernung rief der Muezin zum Gebet.  Auf den Wegen gab es viele kleine Lokale, in denen kleine Tische standen, wo die Einheimischen zum Teetrinken und Plaudern zusammen kamen, dazwischen immer wieder die Händler. 17 Uhr zurück im Hotel, wo wir um 19 Uhr gut zu Abend aßen, recht bald schlafen gingen, um fit für unsere morgige Etappe zu sein.

                                                                                        Bilder von Izmir

 

2. Tag: Pergamon, Troja und Canakkale

6 Uhr aufstehen. Der erste Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes- es schüttet!! Nichtsdestotrotz packten wir unsere paar Sachen zusammen, stellten unsere Koffer vor die Tür, die von dort stets abgeholt und zum Bus gebracht wurden. 6.45 Uhr gab es ein sehr gutes Frühstück. Sogleich danach machten wir uns auf den Weg von Izmir ( dem früheren Smyrna ) in das etwa 100 km entfernte Pergamon. Die gesamte Strecke sind wir im Regen gefahren. Kurz vor Bergama, wie der türkische Name lautet, riss der Himmel etwas auf. Es regnete für die Zeit des Besuches kaum, doch hing der Himmel voll düsterer Wolken. Auf den Berg, wo sich die Akropolis mit den Bebauungen der antiken, einst griechischen Hauptstadt des Pergamischen Reiches in der heutigen Westtürkei befindet, fährt eine Seilbahn, die wir jedoch nicht nutzten. Bis fast vor die Tore gefahren, nötigte uns das Wetter zum Kauf eines Regenschirmes. In der Art der Bauweise und der Verarbeitung der Materialien, lässt sich in den heutigen Ruinen vom damals wichtigsten Zentrum des Hellenismus die unterschiedlichen Entstehungszeiten erkennen. Wir besuchten die Überreste des ältesten Tempels in Pergamon, der ein Athenaheiligtum aus dem 4. Jhd. v. Ch. darstellt, von dem heute nur noch das Fundament zu sehen ist. Weiter ging es über dutzende Steinhaufen, die teilweise mit Erde bedeckt, nicht mehr erkennbar um deren einstigen Funktion, aus dem Boden reichten, zum Tempel des röm. Kaisers Trajan, dessen noch stehende Säulen die enorme Größe der auf dem höchsten Punkt der Akropolis erbauten Anlage sich kaum ahnen lässt. Der nächste Weg führte uns zum steilsten Hangtheater der antiken Welt, mit Plätzen für rund 10000 Zuschauer, zog es sich über eine Höhe von etwa 36 m den Hang hinauf. Gut erhalten ringt einem dieses Bauwerk mit der für damalige Zwecke hochmodernen, ausgeklügelten Architektur nur Bewunderung ab. Nahtlos ging es weiter vom Theater zum Zeusaltar, von dem heute ebenfalls Reste des Fundamentes übrig sind. Wer mehr davon sehen möchte, muss sich auf nach Berlin machen, wo im dortigen Pergamonmuseum Reste des Pergamonfrieses, der den Altar einst zierte, mit einer Rekonstruktion des Altares aufgebaut wurde. Zur Versorgung der Stadt wurde das Wasser über Aquädukte ca. 40 km heran geleitet. Die freie Zeit nutzten wir zur Besichtigung des Theaters von einer anderen Seite, wo dessen Größe durch die umliegenden Bauten deutlich sichtbar wurde. Toll fanden wir, dass so gut wie nichts abgesperrt war (so wie in allen Stätten, die wir besucht haben). Man konnte sich frei bewegen und die Richtung selbst bestimmen. Interessant ist noch die die Vermutung, dass hier das Pergamentpapier erfunden worden sein soll. Nach Alexandria war Pergamon Sitz der zweitgrößten von König Eumenes II. geführten Bibliothek mit fast 200 000 Rollen. Durch das Bedenken der Ägypter unter der damaligen Herrschaft König Ptolemaios, den Stand als größte Bibliothek zu verlieren, entzog man der Stadt die Zufuhr von Papyrus. Aus der Not heraus soll man eine andere Möglichkeit zum Beschreiben gefunden haben, die dem Pergament ähnlich war. Erwiesen jedoch ist das Ganze nicht. Nach Ende der Besichtigung, fuhren wir bei einsetzendem neuerlichen Regen entlang der Küste über Edremit, wo wir in einem türkischen Lokal gut zu Mittag aßen, weiter in Richtung Norden, vorbei an Baumwollfeldern über das Idagebirge ca. 100 km, Troja entgegen, das bereits in der Provinz Canakkale liegt. .
 

Pergamon die Bildershow

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Troja  

2. Tag: Troja, Canakkale

Dort angekommen, schüttete es, was der Himmel hergab, sodass wir zu einem Stopp kurz vor Troja gezwungen waren. Die nächste Regenpause nutzten wir, um auf das riesige Gelände zu kommen, wo bereits viele Touristen auf den Spuren des geschichtsträchtigen Ortes wandelten. Bereits am Eingang konnte man das nachgebaute Trojanische Pferd sehen, in dessen Körper man auf Stufen hinauf gelangen konnte. Ich ließ es mir trotz des wieder einsetzenden Regens nicht nehmen, um einen Blick von oben herab zu werfen. Gleich neben dem Pferd stand ein kleines Museum zur Dokumentation der Anlage, den Ausgrabungen, sowie den Funden, die diesen Ort als mögliches Troja untermauern. Weiter ging es in die Anlage direkt hinein. Zafer, unser Reiseleiter, konnte uns, so wie vorher in Pergamon, auch hier sehr viel diesen Ort, auch Ilion oder türkisch Truva genannt, betreffendes und wichtiges erzählen. Bekannt geworden ist der Ort in der Antike durch Homers Ilias (warscheinlich aus dem damaligen Smyrna, heutigen Izmir stammend ), der darin den Trojanischen Krieg beschrieb, ausgelöst durch die Entführung Helenas durch den Sohn Priamos´, Paris, Bruder des Hektor. So fand man im Laufe der Jahre bei Ausgrabungen immer wieder Schichten, die die Existenz immer noch älterer, vermutlich durch Naturgewalten zerstörter Städte, zum Vorschein brachten. Rund um die Anlage liegen heute bewirtschaftete Felder, dort, wo sich zu Zeiten Trojas der Hafen befunden haben soll. Durch Versandung liegt das Meer heute 10 km von Troja entfernt. Das was ausgegraben ist, zeigt Spuren einer riesigen Anlage, der man die Größe, die sie gehabt haben muss, nicht ansieht, da Vieles ausgegraben, wieder verschüttet, Vieles gar nicht ausgegraben wurde, somit im Verborgenen bleibt. Hügel, auf denen wild gewachsene Bäume stehen, lassen die Fantasie schweifen, wecken Interesse an mehr und laden förmlich zum Graben ein. Mitten auf den Wegen liegen plötzlich, vermutlich durch Erdbeben zerstört und bewegte mit detailgenauen Mustern Marmorsteine, die zu einem Gebäude, Tempel oder ähnliches gehört haben könnten. Sehr beeindruckt wandelten auch wir auf den Spuren der Trojaner durch sichtbare Ausgrabungen einzeln nachgewiesener Städte, auch der, vermutlich Sechsten, von Priamos, dem letzten der sechs Trojanischen Könige und seinen teils bekannten Nachkommen. Nachtragend sind die Türken auch heute noch auf den angeblichen Archäologen Heinrich Schliemann, der den sagenumwobenen Schatz des Priamos geborgen und durch seine Frau außer Landes hat schmuggeln lassen. Er hat bei seiner Suche großen Schaden angerichtet, genannt heute der Schliemanngraben, eher untypisch für einen Archäologen, darum wird er auch heute noch von den Türken als Schlimmermann (= Schliemann ) bezeichnet. Wir gingen durch Tempelanlagen, die halb mit Erde bedeckt sind, unzählige Säulen liegen überall oder ragen aus selbiger. Leider kamen uns schon wieder dicke Wolken entgegen, die mit Donner nun auch noch ein Gewitter ankündigten. Die mit Steineichen bewachsenen Wege waren gesäumt mit unzähligen Zeugnissen aus Stein, denen auch in ihrem jetzigen Zustand unser Respekt gehört. Ziemlich am Ende unseres Rundganges lag das Odeon, allerdings meinte es der Wettergott mit uns nicht gut und wässerte unsere Weg zurück zu unserem Bus geheuerlich. Die Fahrt von Troja nach Canakkale war nur kurz und gegen 17 Uhr waren wir im Hotel Kolin, was das Beste der ganzen Reise war. Allein das Buffett war mit nichts zu vergleichen. Wir hatten nun auch endlich einmal Glück und ein Zimmer mit Meerblick, und jedoch zog es uns nicht hinaus, denn es sollte die ganze Nacht bis Istanbul mit Gewitter versehenen Regen geben.


 

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