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Die Türkei ein Rundreisebericht von 2011- Tag.5

Wien-Izmir-Istanbul-Izmir-Wien

       

 

Der Reiseverlauf vom 8.bis 15.10.2011!

 

 


Bursa


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5. Tag: Bursa, Grünes Mausoleum, Ulu Cami Moschee

Wettervorhersage für heute: natürlich Regen. Gestern ist wohl Canakkale im schlimmsten Regen seit Jahrzehnten versunken. Frühstück gab es heute um 7 Uhr, Abfahrt war 8 Uhr nach Bursa. Mit denselben Verkehrsvoraussetzungen wie in den letzten Tagen, fuhren wir über die Bosporusbrücke wieder in den asiatischen Teil der Stadt. Insgesamt brauchten wir etwa 1 1/ 2 Stunden bis zum Fährhafen Izmit, d.h., den größten Teil der Strecke befanden wir uns immer noch in Istanbul. Irgendwann, so erzählte uns Zafer, würde Istanbul vom Marmarameer, bis zum Schwarzen Meer reichen. Die Orte, so wie Izmit, würden über kurz oder lang direkt vor den Toren Istanbuls liegen. Von Izmit brauchte die Fähre etwa eine halbe Stunde. Es regnete zum Glück nicht, so dass wir an Deck eine ruhige Fahrt verbringen konnten. So sahen wir hunderte Quallen knapp unter der Wasseroberfläche, an denen wir vorbei fuhren. In Yalova angelegt, fuhren wir ohne Unterbrechung bis Bursa, vorbei an viel sattem Grün auf den Feldern, vorbei an Baumschulen, riesigen Feigen- und Olivenplantagen und den schon wieder auf uns wartenden schwarzen Wolken. Bursa war die erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches, war auch DAS Seidenproduktionszentrum der damaligen bis in die heutige Zeit. Heute hat Bursa etwa 2 Mio. Einwohner, ist somit die 4. größte Stadt der Türkei. Bei 11 Grad und Regen erreichten wir Bursa. Unser erster Besuch galt dem achteckigen Grünen Mausoleum mit den Särgen der Sultanfamilie, die jedoch unterhalb des Mausoleums ihre eigentlichen Gräber hat. Grün ist es darum, weil es im Inneren mit grünen Fliesen getäfelt ist, in denen sich Intarsien aus anderen Fliesen zu Mustern ergeben. Die Gebetsnische ist für diesen Raum sehr groß uns reich verziert. Die doppelt angelegten Holzfenster warfen ein karges Licht hinein und gaben dem Betrachter die Feinheiten der Verzierungen an den Wänden, auf den Särgen und dem restlichen Raum nur langsam frei. Nach dem Besuch des Grünen Mausoleums wollten wir eigentlich die daneben liegende Grüne Moschee besuchen. Die war wegen Renovierung leider gesperrt. Wir erfuhren, dass hier im 19. Jahrhundert der Döner erfunden wurde von Iskander (Alexander). Neben der Grünen Moschee war ein Lokal, das eben so einen Döner auf der Speisekarte hatte. Wir mussten nicht lange überzeugt werden und schon saßen wir, mit einem weiten Blick über Bursa, in einem netten Lokal. Der Döner wurde auf einem ovalen Teller serviert. Unterhalb lag in kleine Stücke zerteiltes Fladenbrot, darauf lag eine Schicht hauchdünn geschnittenen Lammfleisches. Der Rand war mit halben Tomaten verziert, einen großen Klecks Joghurt und über alles am Schluss eine Tomatensauce. Dazu tranken wir einen Elmacay= Apfeltee. Es schmeckte köstlich, das kann ich sagen. Gar nicht zu vergleichen mit den gleichnamigen Speisen bei uns. Als Nachspeise gab es noch einen Karamell Creme, die genauso gut schmeckte. Bevor wir in unseren Bus stiegen, um zum großen Seidenbasar zu fahren, konnten wir in einem Shop einige Mitbringsel für zu Hause erwerben. Schon ging es weiter und bevor wir im Basar untertauchen konnten, besuchten wir gleich daneben die Große Moschee (Ulu Cami). Es wurden wieder die Schuhe ausgezogen, Kopftuch auf- es hat sich gelohnt. Mit weiß gestrichenen Wänden, die mit Zeichnungen und Kalligraphien einfach gestaltet waren, den 12 Kuppeln in verschiedenen Größen, bis zur größten aus Glas im Zentrum der Moschee, die das Licht im Innenraum in verschiedenste Schattierungen warf. Es hatte etwas von einer unbeschreiblichen Klarheit, in der man gefangen war. Der riesige rote Teppich mit den großen Mandalas unterstrich dimensional die Größe der Moschee. An der Ostseite der Moschee stand eine über 600 Jahre alte als Holz gebaute Freitagskanzel, die durch keinen Nagel sondern Verkeilung des Holzes gehalten wird. An den Seiten befinden sich in Holz geschnitzt die Planeten. Dieser Mimbar ist aufgrund seines Alters nicht mehr in Verwendung. Eher zurückhaltend bewegten wir uns in der Moschee aus Respekt vor den vielen dort Betenden, Männer, wie Frauen. Anschließend besuchten wir den bekannten Seidenbasar (Koza Han), überdacht und angelegt auf zwei Ebenen. Da gab es alles, was man sich nur aus Seide vorstellen kann. Nicht nur dies, auch hier fanden wir in unzähligen Gängen ganze Viertel derselben Waren. Leider reichte die Stunde nicht aus, um in jeden Winkel zu schauen. In Bursa hieß unser Hotel Kirci, das von allen das für uns schlechteste war. Das Essen war nicht so übel, jedoch hatten wir durch die Kellner einen bitteren Beigeschmack. Wir 8 waren die Einzigen und in etwa kam auf Jeden ein Kellner. Sie belauerten uns regelrecht und ließen uns nicht aus den Augen, was sehr störend war. Morgen um 7 Uhr ist Abfahrt zu unserer längsten Teilstrecke nach Pamukkale.


Bursa, Turkiye, Türkei


 

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