Karpathos  -  eine Insel zum Verlieben -  karg, faszinierend und windig!


 
 



Reiseberichte Karpathos
Karpathos 2 - Olympos
Karpathos 3 - Impressionen

Susannas Berichte

Verliebt  in
Karpathos
Susanna & Karpathos  2002
Susanna & Karpathos  2003
Susanna & Karpathos  2004
Susanna & Karpathos  2005
Susanna & Karpathos  2006
Susanna & Karpathos  2008
Griechenlandkarte

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Karpathos liegt zwischen Rhodos und Kreta, ist nur 48 km lang und gehört zur Inselgruppe des Dodekanes. Sie gehört zu den weniger bekannten ägäischen Inseln, besteht meist aus schroffen Steilküsten mit kleinen Buchten aber auch sehr schönen Sandstränden und wurde bis heute vom Massentourismus verschont. Wer gerne einen beschaulichen Urlaub verbringen möchte, z.B. mit baden, wandern, surfen, sich einfach erholen, ist auf Karpathos bestens aufgehoben. Wir besuchten diese Insel 3 mal 1990 - 92 u. 94. Unsere Liebe zu Karpathos begann nicht gerade vielversprechend. Der Abflug ab München war bereits verspätet und während des Fluges kam die Durchsage des Piloten wir müßten wegen Streiks des Bodenpersonals in Rhodos zwischenlanden. Ausgerechnet Rhodos! wir waren damals auf dem Trip ruhige,  abgelegene, fast einsame Strände und Urlaubsorte und nun wurden wir, nachdem wir unser Gepäck wegen des Streiks direkt am Flugzeug in Empfang nahmen, in ein Animationshotel gebracht. Hier saßen wir nur und wußten nicht wie es weitergeht - das fing ja gut an! Nach ein paar Stunden erhielten wir die Nachricht, daß eine Fähre die Militärs nach Karpathos brachte uns mitnehmen würde. Wir haderten mit unserem Schicksal; denn mit der Fähre kamen wir auf See noch in ein Unwetter. Die Ilona grün und gelb im Gesicht - vom Magen gar nicht zu reden, kamen wir um ca. 21:30 Uhr todmüde in der Dunkelheit in Karpathos an. Und dann unser Hotel - das Atlantis - keine Klimaanlage, nicht mal ein Miefquirl an der Decke und eine erdrückende Hitze im Zimmer "na Prost"! 

Am nächsten Morgen suchten wir zuerst den Strand und was sahen wir nur einen engen Streifen Sandstrand. Auf den Katalogbildern sah das aber ganz anders  aus. Wir beschlossen erst mal die Stadt zu erkunden. In dem kleinen Ort und am unteren Hafen ein quirliges  Durcheinander. An einem schattigen Plätzchen am Hafen tranken wir unseren Kaffee und in der Morgensonne sah die Welt schon besser aus. Von dort aus sah man eine kleine Kapelle auf einem Hügel und die wollten wir uns ansehen. Wir schlenderten durch die engen Gassen und als wir an der Kapelle ankamen sahen wir, das dass ein Friedhof war und man möchte es nicht glauben, wir verliebten uns in diesen Friedhof. Er war so liebevoll betreut und sauber und wir hatten von dort einen so wundervollen Ausblick auf Pigadia und die Insel, ein wahrer Rausch ja und hier begann unsere Liebe zu Karpathos. Am nächsten Tag liefen wir die Bucht entlang vorbei an den Strandhotels und nach ca. 1 km wurde der Strand breiter und ungefähr 4 km außerhalb Pigadia ein traumhafter, leerer Sandstrand. Langsam fing der Urlaub an. Zu einem schönen Urlaub gehört für uns auch gutes Essen und so probierten wir ein paar der Restaurants aus waren aber nicht so zufrieden; denn diese hatten schon etwas von dem Tourismuscharakter in 20 min. mit allem fertig und Platz machen für die Nächsten (vor allem die Restaurants am Hafen). Zur damaligen Zeit 1990 gab es am unteren Hafen unterhalb der Bank ein uriges, einfach aussehendes Restaurant direkt am Hafen, das wir an diesem Abend testen wollten. Der Wirt, Namens George, ließ uns erst mal warten (ein richtiges Unikum und wurde später ein guter Freund) was uns nicht störte da wir ja im Urlaub waren und es nicht eilig hatten und es hatte sich mehr als gelohnt, wir waren rundum  zufrieden. Damals gab es in Griechenland mehrere Streiks, auch von den Elektrizitätswerken und so wurde auch Karpathos der Strom abgedreht. Es war total romantisch für ca. 1,5 Stunden gab es im ganzen Hafen nur Kerzenlicht. Auch mit unserem Hotel hatten wir uns arrangiert und es ergab sich, daß wir dort sehr nette Menschen kennen lernten. Es waren mehrere Paare im Alter von 18 - 55 Jahren und wir hatten wirklich viel Spaß. Am späten Abend trafen wir uns noch auf einen kleinen Umtrunk im Hotel (ich weiß nicht wie es heute ist - aber damals 1990 gab es kein großes Nachtleben in Pigadia) wo wir die Eindrücke und Erlebnisse des Tages austauschten. Von Tag zu Tag gewannen wir die Insel lieber.

Auch wollten wir unsere nähere Umgebung besser kennen lernen und da wir gerne wandern, taten wir das zu Fuß. Aus unserem Hotel führte eine steile Straße rechts hoch und dann ging es links in Serpentinen an der wildromantischen Felsküste entlang einen Berg hoch. Irgendwann kamen wir an eine kleine Wallfahrtskapelle die ganz friedlich im Schatten eines Pinienwäldchens eingebettet war und da nicht abgeschlossen von uns besichtigt werden konnten. Die Schönheit der Ikonen und der kleinen Kostbarkeiten und Leuchter die sich hier befanden sind die Spenden aus Dankbarkeit oder der Fürbitte der Menschen, die hier leben. Vor allem das Vertrauen in die Besucher von all dem nichts zu stehlen, begeisterte uns noch mehr. Noch ein Weilchen genossen wir die Stille und den kühlenden  Schatten dieses beschaulichen Ortes um dann wieder den Rückweg nach Pigadia anzutreten. Gegen  16:00 Uhr waren wir zurück und  gerne beobachteten wir die "alten Piagadier" die sich um diese Zeit zum Unterhalten und Spielen in den Kaffee's am Hafen trafen. Eine andere Wanderung sollte uns nach Amopi führen in größter Hitze den Berg hoch... durch die karge Landschaft ...ohne schattige Plätzchen... an einer riesigen Müllhalde! denn laut unserer Karte sollte es der kürzeste Weg auf die andere Seite der Insel nämlich Amopi sein. Da wir nicht aufgaben und verzweifelt das Meer auf der anderen Seite suchten, wurden wir doch irgendwann mit einer wunderschönen Aussicht auf Amopi und das Meer belohnt. Nach dieser Tourtour hatten das Bierchen und das Mineralwasser beim George noch nie so gut geschmeckt.