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Reisebericht
Flusskreuzfahrt auf der Rohne und der Saóne
von Maria und Ortwin.


       4 - 5 - 6 Tag Viers, Ardéche Schlucht, Arles, Avignon, Lyon

 

4. Tag!
Nach einer unruhigen Nacht erreichten wir gegen 13 Uhr Viers. Bis dorthin mussten wir 8 Schleusen überwinden, was eben auch des Nachts geschah und uns ein wenig den Schlaf raubte. Bei Tag sah das Ganze schon interessanter und auch sehenswerter aus. Die tiefste der Schleusen war 29 m und die Schiffe rangierten zur seitlichen Begrenzung nicht in Metern, sondern in Zentimetern, waren schon sehr beeindruckend diese Manöver.

Von Viers aus machten wir auch einen Ausflug in den Norden der Provence, in die Ardéche Schlucht. Die Ardéche ist ein Fluss, der in die Rhone mündet. Er hat sich tief in die Landschaft gegraben, wodurch diese riesige Schlucht entstanden ist, fast wie im Grand Canyon, auch diese Weiten von hier oben aus sind sehr bewundernswert. Der Fluss wird, wie wir sehen konnten, auch für den Wassersport genutzt. Durch das hier vorherrschende mediterrane Klima wurden terrassierte Kastanienwälder und Obstplantagen angelegt.
Den Abend genossen wir bei einem guten Abendessen an Bord, wo uns auch einiges an Programmen geboten wurde.

5. Tag!
Nach Verlassen von Viers am Abend gelangte unser Schiff am nächsten Morgen um 5. 30 Uhr in Arles an. Während eines Stadtrundganges erfuhren wir viele geschichtliche Hintergründe dieser provencialischen Stadt, die viele römische Bauspuren aufwies, da es einst römische Niederlassung war. Wir besichtigten das große Amphitheater oder auch Arena genannt und fanden die Altstadt sehr sehenswert. Zu Hause hing es, natürlich nur als Kopie, im Wohnzimmer, hier standen wir auf dem Platz, wo das Original gemalt wurde, Van Gogh´s „ Caféterasse bei Nacht“, entstanden 1888, mussten wir erst zweimal hinsehen, aber dann war es doch jenes berühmte Café.
Als weiterer Programmpunkt dieses Tages war der Besuch auf einer Stier- und Pferdefarm vorgesehen, was uns aber nicht so sonderlich gefallen hat, das Wetter war auch eher trüb und nichts sagend. Unsere Abfahrt aus Arles, geplant für den Abend, wurde einmal auf unbestimmte Zeit verschoben, da die Schleusenwärter sich genau diesen Tag für einen Streik ausgesucht hatten. Doch noch Glück gehabt, ging es gegen 3 Uhr in der Nacht weiter und so erreichten wir etwas verspätet Avignon.

6. Tag!
Avignon liegt in Südfrankreich, ist auch eine sehr alte Stadt und in vielen Teilen noch als solche erhalten, wohl dank der großen Stadtmauer, die fast vollständig erhalten ist. Sehenswert ist der Papstpalast, der als Papstresidenz diente. Durch politische Machtkämpfe erzielte Philipp IV. von Frankreich die Wahl eines französischen Papstes. Für die Amtszeit von 7 aus Frankreich stammenden Päpsten war Avignon die Residenzstadt, aufgehoben 1377 von Papst Gregor XI., der wieder nach Rom ging. Den Unmut der französischen Kardinäle darüber taten sie kund, indem sie einen Gegenpapst wählten. Somit gab es zwei Päpste, die sich natürlicherweise nicht anerkannten.
Die berühmte Pont Saint- Bénézet endet mitten im Fluss. Die Brücke wurde im 14. Jahrhundert gebaut, allerdings durch eine Flut im Jahre 1668 so zerstört, wie wir sie heute noch sehen. Die Altstadt von Avignon mit der Brücke und dem Palast wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Am Nachmittag besuchten wir eines der schönsten Dörfer Frankreichs, das Les Baux- de-Provence. Der Ort Les Baux ist auf einem Felsplateau errichtet und bereits seit der Bronzezeit besiedelt, wie archäologische Funde belegen. Im Mittelalter hatte ein feudales Fürstenhaus seinen Herrschaftssitz in Les Baux, welches die gesamte Umgebung unter sich hatte. Das Geschlecht dieser Dynastie starb allerdings aus. So gelangte der Ort unter die Obhut der französischen Krone und wurde als Grafschaft 1642 der Familie Grimaldi zugesprochen, die sich auch heute noch als Grafen de Les Baux nennen dürfen. Die Gassen und Häuser sind aus Kalkstein angelegt.

Auf der Rückfahrt nach Avignon besuchten wir noch die Pont du Gard, die größte erhaltene Äquaduktbrücke aus römischer Zeit. Im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut, 50 m hoch, gehörte sie zu einem Wasserleitungssystem, das Trinkwasser von den Quellen der Eure zur Stadt Nimes leitete.
 

Das Video zum Reisebericht bei YouTube
 
 

Heute war unser letzter Tag an Bord unseres Kreuzfahrtschiffes „Princess Provence“, dass uns die letzten Tage gut die Rhone rauf und runter geschippert hat. Nun sind wir wieder am Beginn unserer Reise, in Lyon angekommen, so nutzten wir den Tag für eine ausführliche Stadtbesichtigung und konnten doch noch Einiges vom Flair dieser großen Stadt mitnehmen und genießen.
Am morgigen Tag wollten wir gleich in der Früh zu unserer Rückreise über die Schweiz nach Hause aufbrechen.

Lyon - Kathedrale - Lyoner Eifelturm und die Stadt von oben
 
Hier geht's zur Rückreise und zum Bericht Aufenthalt in der Schweiz





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