Ist "The Gambia"

           ein

                 Urlaubsland
?

 

         

The Gambia mit seinen ca.1,5 Millionen Einwohnern und seinen 11295 Quadratkilometern ist bis auf die Meerseite ringsum von Senegal umschlossen, das zirka 20 Mal größer ist. Gambia ist eigentlich der Fluß und ihn umschließt ca. 375 km lang bis in das innere des Kontinents ein bisschen Land links und rechts des Ufers und der Fluß wird meist durch Mangroven umsäumt (das heißt viele kleine Quälgeister und deswegen Malariaprophylaxe, sowie Gelbfieberimpfung!!). Das Land ist an seiner engsten Stelle nicht einmal 50 km breit. Der winzige wurmähnliche Staat verdankt seine Herkunft und das durcheinander (mit Senegal) seinen einstigen Kolonialherren England und Frankreich, die sich nicht einig wurden beim Tauschgeschäft dieses Stückchen Landes. In Senegal und Gambia leben Stammesangehörige der Wolof und der Mandingo. 1982 wurde wegen eines Putschversuches eine Konföderation (Senegambia) gebildet, denn1981 rief Staatschef Dwada Jawara seinen Nachbarn Sengal zu Hilfe und senegalesische Truppen schlugen den Putsch nieder. Das Bündnis hielt nur bis 1989 weil der Einfluss von Senegal zu groß wurde, 1991 wurde ein neuer Vertrag unterzeichnet. 1994 wurde Jawaras Regierung gestürzt und Yayah Jammeh übernahm die Führung. Die Hauptstadt ist Banjul auf einer Halbinsel an der Mündung des Gambias in den Atlantik gelegen, sie ist zugleich auch der einzige Hafen des Landes; weitere wichtige Städte sind Serrekunda und Georgetown.

Der Tourismus begann in den 70er Jahren, der Tourismusboom hing mit der "Fernsehserie Roots" zusammen und der legte sich gewaltig 1994 nach dem Sturz Dwada Jawaras.

Nachdem Gambia ja wieder in aller Munde ist, werde ich kurz unseren Urlaub in Gambia 1987 schildern. Wir waren im Senegambia Beach Hotel das übrigens heute noch unter Schweizerführung ist und war, das Hotel das im touristischen Fernsehen 2003 gezeigt wird, hat sich anscheinend gar nicht verändert.

Die sehr einfachen Hütten etwas außerhalb des Gebäudekomplexes existieren auch noch, ob es die Mäuse auch noch gibt die einen aus dem Schilfdach beobachteten? Der Pool sieht noch genauso aus und ist immer noch der Mittelpunkt der Anlage. Die neuen Hotels sind wahrscheinlich fertig gestellt. Der feine Sandstrand ist sicher noch da und wahrscheinlich auch noch die ganzen Bettler, Waisen und Halbwaisen, die Verkrüppelten und Hinkenden, die einen am Strand umlagerten und anbettelten (während meiner Auslandstätigkeiten in verschiedenen Ländern habe ich so etwas noch nicht erlebt - es war der Hammer), die man dann in der Strandkneipe, sehend, laufend, saufend wiedersah und die dort Quietschfidel umhersprangen. Ein Erlebnis muß ich auch noch berichten: Die Beachboys hatten doch einiges zu bieten und waren auch sehr flexibel, denn ein Ehepaar hatten sich da einen Boy geangelt und diesen teilten sie sich den ganzen Urlaub lang, das Drama und die Tränen des Paares im Bus und auf dem Flughafen werde ich nicht vergessen (war ja auch kein Einzelfall). Also wer noch nicht am Atlanik war sollte sich auf ein Urlaubsleben am Pool einstellen, außer er ist ein sehr guter Schwimmer oder Surfer oder ein fanatischer Sonnenanbeter, denn der Wellengang hat es in sich und das Meer ist selten ruhig. Was blieb mir noch in Erinnerung? Ach ja der Strandbudenwirt Yaya war wirklich ein anständiger netter junger Mann und seine Schwester eine gute Köchin. Was sollte man vielleicht noch unternehmen - eine Fahrt nach Banjul auf den Markt, nach James Island oder nach Albreda einer alten Handelsstadt.

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