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3. Tag, in der Schweiz
Thusis liegt im Kanton Graubünden und am nördlichen Eingang zur Viamala
Schlucht. Touristisch noch nicht weit erschlossen, gibt es in der Umgebung
jedoch Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Unser Interesse galt
der Albulabahn, mit einer alten historischen Bahnstrecke, die, wie durchaus
erwartet, den Titel UNESCO Weltkulturerbe trägt. Sie ist eine der ältesten
Bahnen der Schweiz und bringt uns nach Sankt Moritz. Ein besonders
erwähnenswertes Bauwerk dieser Strecke ist der Landwasserviadukt. Als
Eisenbahnbrücke ist er 136 m lang, 65 m hoch und steht nahe der Ortschaft
Filisur. Neben diesem, gibt es viele weitere solcher Brückenbauten, die wir
auf unserer Fahrt immer wieder kreuzten und recht ansehnlich waren. Für einen
gesonderten Besuch der Viamala Schlucht reichte die Zeit nicht. Über Stufen
zwischen zwei Brücken kann man in die Schlucht gelangen. Schon zu Zeiten der
Römer gab es hier einen Weg, unklar ist, wo sein Verlauf war und ob er
befahren werden konnte. Unser Ziel, Sankt Moritz war nach fast 1 1/ 2 Stunden erreicht, bei
strahlendem Himmel, klarer frischer Luft und einem tiefblauen St. Moritzersee.
Berühmt ist Sankt Moritz als Kurort und für seine Wintersportattraktionen,
z.B. wird im Winter auf dem zugefrorenen See ein Pferderennen veranstaltet.
Natürlich kennen wir ihn auch aus der Klatschpresse als Ort in dem der Jetset
verkehrt. Wir haben uns Sankt Moritz angesehen und sind mit der Albulabahn die
Strecke zurück gefahren.
Am Nachmittag, etwas Zeit übrig gehabt, beschlossen wir mit dem Auto ein wenig
die Umgebung zu erkunden. Je weiter wir uns von der Zivilisation entfernten,
umso mehr merkten wir, hier ist es einfach nur himmlisch, wie am Ende der
Welt. Eine „ Heidiwiese“ nach der anderen, eine schöner und weitläufiger wie
die andere, kaum Autos kamen uns auf den engen Straßen entgegen. Die Sonne,
die das Grün noch grüner scheinen ließ und der Himmel noch etwas blauer war,
als anderswo, fesselte uns mit allen Sinnen.
Dieser Ort liegt in der Gemeinde Avers, 2126 m. ü. M. und heißt Juf. Er ist
der höchst gelegene ganzjährig bewohnte Ort in Europa. Vermutlich gehörten die
weitläufigen Flächen rundherum dazu.
Wir fanden sogar Unterbringungsmöglichkeiten für Urlauber und bereuten, dass
wir nicht hier Quartier bezogen haben. Ein schöner Ort für einen
Familienurlaub, mal sehen, was dazu der Rest der Familie sagt?!
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