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Reisebericht Algarve
Lissabon Teil 1
Lissabon Teil 2
Lissabon Teil 3




Anett &Pauli am westlichsten Ende von Europa.

Städtereise nach Lissabon

Ein 3 teiliger Reisebericht mit Bildern und Videos von den Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten, der  portugiesische Hauptstadt Lissabon (Lisboa).


Flugreise nach Lissabon vom 12.5- 15.5.2011 von Anett&Pauli aus Wien!

Tag 3&4. Besichtigung der Stadt am 14.5. und am 15.5. Heimreise.

Nach wieder einem guten Frühstück um 7 Uhr, setzte sich unser kleiner Trupp, samt Bus und beiden Reiseleiterinnen in Richtung Westküste in Bewegung. Der Himmel war etwas bedeckt, aber nach der Hitze der letzten beiden Tage, war das nur angenehm. Die Küstenstraße, entlang des unendlich riesigen Mündungsdelta des Tejo, weit draußen den Atlantik anhand von Schaumkronen erkennend und man nicht ausnehmen konnte, wo Lissabon endet und die nächste Ortschaft beginnt, vorbei an langen Sandstränden mit sich tummelnden Surfer, ebenso an steinigen Klippen, wo Angler ihr Glück versuchten fuhren wir vorbei an Estoril, was von einem großen Casinokomplex dominiert ist. Alles ist sauber und sehr gepflegt, überall wieder die Steinmuster, die die Nähe zum Meer in Form von Wellen auch hier widerspiegeln. Unser erster Halt war in Cascais mit befestigten Anlagen, Hafen, unzähligen Palmen, Strand und netter Innenstadt. Die Souveniershops hofften hier auf ihr Tagesgeschäft.Nachdem wir Cascais verlassen haben, endete auch das Mündungsdelta und der Atlantik empfing uns mit riesigen Wellen, die an den steilen Klippen brachen und die Gischt weit hinauf sprühen ließ. Der Übergang vom Delta zum Atlantik war durch einen dunklen Streifen weit draußen sichtbar, wo sehr viele große Schiffe vor Anker lagen, da dort die Gebühren für das Löschen der Waren billiger sind, als direkt im Hafen von Lissabon. Richtung Landesinnere waren große Wanderdünen zu sehen, die durch Begrünung stabil zu halten versucht werden. Bei einem Hotel, konnten wir einen kurzen Stopp machen und hatten einen tollen Blick auf eine riesige Bucht, wo man schon zweimal hinsehen musste, um die Surfer zwischen den hohen Wellen erkennen zu können. So wie bei uns die Staumeldungen gehört werden, gibt es hier so etwas wie Wellenmeldungen, damit die Surfer ihren Tag optimal planen können. An diesem Küstenstreifen kommen jährlich mehrere Menschen ums Leben, auch Einheimische, weil sie die Kraft des Ozeans unterschätzen. So wurden auch wir gewarnt, nicht zu weit an die Klippen zu gehen. Trotzdem war es atemberaubend- im wahrsten Sinne des Wortes- denn die steife Brise hier war enorm! Wir verließen die Küste, vorbei an der größten der Wanderdünen und setzten die Fahrt bis ans Ende von Europa fort. Hier am westlichsten Punkt Europas blies der Wind wirklich heftigst und uns gegenüber, leider heute nicht zu sehen, da der Dunst den Atlantik mit dem Horizont verschmelzen ließ, lag so in etwa 6000 km Entfernung New York. Nach einem notwendigen Erinnerungsfoto- schließlich kommt man hier nicht so oft hier her- fuhren wir weiter ins Landesinnere, nach Sintra durch das gleichnamige Gebirge. Hier steht das königliche Schloss der Burgvögte von Lissabon als deren Residenz im 10. Jahrhundert. Später war das Schloss 8 Jahrhunderte lang im Besitz der portugiesischen Könige als Wohnsitz. Durch verschiedene Um- und Anbauten erhält das einzige aus dem Mittelalter erhaltene Königsschloss Portugals sein heutiges Aussehen. Unübersehbar sind die beiden großen weiß- grauen Kamine im maurischen Baustil, die der Mittelpunkt einer großen Küche sind, in der auch heute noch zu offiziellen Anlässen ab und an gekocht wird. Durch die Küche fließt das Wasser einer nahen Quelle. Seit 1995 zählt das Schloss mit seinen konischen Rauchfängen zum UNESCO Weltkulturerbe. Bemerkenswert bei unserem Besuch im Schloss waren die vielen verschiedenen Fliesen, die in jedem Raum anders gestalten und vom Einfluss des dafür zuständigen Bauherren geprägt waren. So konnten wir die ältesten Fliesen Europas bestaunen, die von den Mauren hier her gebracht wurden. Ebenso gab es verschiedenste Säle, so z.B. den Saal der Meerjungfrauen ( Ankleidezimmer ), Saal der Elstern (1. private Vorzimmer). Ganz toll fanden wir das Wappenzimmer, mit seiner halbrunden Kuppel, die über und über mit Wappen verziert war. Der ganze Raum spiegelte uns die Zeit von damals wieder, alles kunstvoll auf Fliesen gebannt. Im Innenhof war ein Garten im maurischen Stil angelegt. Nach einem super Mittagessen im besten Lokal am Platze, fuhren wir weiter nach Mafra, einer Kleinstadt westlich von Lissabon. Hier konnten wir einen Klosterpalast, mitsamt gerade stattfindenden Trauungen, bestehend aus einem Kloster und einem Palast, besuchen. Johann V. ließ ihn zwischen 1717 und 1730 mit 1200 Zimmern erbauen. Ein Großteil des aus der damaligen Kolonie Brasilien stammenden Goldes wurde für diesen Bau verwendet. Der linke Teil des Palastes gehörte dem König, im rechten Teil hatte die Königin ihre Räume. Zu den Messen traf man sich gemeinsam in dem in der Mitte des Baues befindlichen Klosters, um das der Palast einst gebaut worden ist. Im Kloster konnten wir die spartanisch eingerichteten Räume der Mönche sehen, auch der große Krankensaal war so ausgestattet, dessen Mittelpunkt eine kleine Kapelle bildete. In der Klosterküche muss viel gekocht worden sein, denn das viele und große kupferne Geschirr legte darüber ein Zeugnis ab. In der Apotheke konnte man vielerlei ärztliche Werkzeuge begutachten und die Heilmittel waren in großen Töpfen in einem eigenen Schrank untergebracht. Ganz toll war die Bibliothek, wo einen die Geschichte förmlich anzuspringen schien. Ein langer Saal mit überlangen Bücherregalen auf zwei Ebenen; gern hätte ich mal in einem der uralten Wälzer geblättert, leider kam man über den Eingang der Bibliothek nicht hinaus. Müde fuhren wir nun zurück nach Lissabon, machten uns etwas frisch und fuhren mit einem zweiten Ehepaar per Taxi in die Stadt und erlebten einige schöne Momente, überall die schon erwähnte Musik oder andere um Aufmerksamkeit buhlende Künstler. Neuerlich aßen wir im „ Indian Palace „ sehr gut und ließen uns in der lauen Luft dieses Abends von dem Flair einfach mitreißen. Spät fuhren wir zurück ins Hotel und genossen in der Bar noch einen kleinen Umtrunk.
 

Lissabon! Bildershow Teil. 2. Bei YouTube

 

15.5., unser letzter Tag,

begann nach dem Frühstück mit der Zimmerrück- und Kofferabgabe. Da etwas Zeit war, nutzten wir diese, um einen der nahe gelegenen Parks zu besuchen, der, obwohl mitten in der Stadt einer Ruheoase glich. Zwischen Bambuswäldern mit kleinen Wasserläufen und versteckt liegendem Teich, glaubte man sich in einer anderen Welt. Die Einheimischen nutzen diese Parks zur eigenen Erholung. Nachdem alle wieder versammelt waren, ging es Richtung U- Bahn zur Station Saó Sabastiaó, gleich bei unserem Hotel, denn wir wollten diese nutzen, um ein letztes Mal in die Altstadt zu kommen. Nach einer abenteuerlichen Ticketausgabe, bei der jeder etwas anderes zahlte, wir froh waren, nicht kontrolliert worden zu sein, landeten wir in der Station beim Elevador de Santa Justa. Dort trennten sich unsere Wege und jeder machte das, was er wollte. Wir gingen noch einmal zum Tejo, sahen uns einige der vielen verwinkelten, bergauf- bergab führenden Straßen und Gassen an, aßen ein weiters Mal sehr gut zu Mittag und schauten, dass wir gegen 14 Uhr im Hotel waren, wo uns der Bus abholte, um uns zum Flughafen zu bringen. Pünktlich starteten wir von dort, hatten dieses Mal zwei Stunden Aufenthalt in Mallorca und waren gegen Mitternacht gut aber müde wieder zu Hause.
 


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