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Auf dem Praca de Comercio

Städtereise nach Lissabon

Ein 3 teiliger Reisebericht mit Bildern und Videos von den Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten, der  portugiesische Hauptstadt Lissabon (Lisboa).


Flugreise nach Lissabon vom 12.5- 15.5.2011 von Anett&Pauli aus Wien!

Tag 2. Besichtigung der Stadt am 13.5.

Nach einer Matratzen bedingt schlechten Nacht, konnten wir ab 7 Uhr ein gutes Frühstück zu uns nehmen. Es gab alles, was das Herz begehrt, die Kellner umsichtig und freundlich, ließen einem an nichts fehlen. 9 Uhr trafen wir uns zur Abfahrt mit Gundi und demselben Bus von gestern zu unserer Stadtrundfahrt nach Belem und in das Alfamaviertel. Durch Lissabon, das über viele kleine und größere Hügel verteilt luftig mit hellen und hohen Wohnhäusern erbaut ist, mit vielen grünen Stellen dazwischen, fuhren wir an den Tejo, wo wir zum ersten Stopp dieses Tages hielten- beim Turm von Belem, einem Verteidigungsturm aus Zeiten der Entdeckungen, von dem es einen zweiten gab, der aber, wie so viele andere Bauwerke bei dem großen Erdbeben von 1755 vernichtet wurde. Ursprünglich lag der Turm im Tejo, durch Ablagerungen, heute direkt am Ufer des Tejo. Von diesem Platz sehr gut zu sehen war die Ponte de 25 April, „ Brücke des 25. April „, die der Hängebrücke in San Franzisko sehr ähnlich sieht. Am anderen Ufer des Tejo gut erkennbar steht eine Christus Statue, das kleinere Gegenstück zu der in Rio de Janeiro. Leider besuchten wir diese nicht, was ich sehr schade fand. Weiter ging es zum wenige Meter entfernten ´Entdeckerdenkmal´, welches der Vielzahl portugiesischer Entdecker gewidmet ist und zu Ehren von Heinrich dem Entdecker zu seinem 500. Geburtstag 1960 errichtet wurde. Er selber ziert den Bug des angedeuteten Schiffes, in seiner Hand eine Karavelle, mit der die Entdeckungsfahrten unternommen wurden und die sich fest in das Stadtbild von Lissabon eingeprägt haben. Vor diesem Denkmal befindet sich ein großer, mit Marmor ausgelegter Platz, auf dem die Geschichte der portugiesischen Seefahrt in Form einer kolonialen Weltkarte dargestellt ist. Gegenüber davon steht das Hieronymuskloster, ein von Touristen umschwärmter Platz, das seit 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Erbaut wurde dieses Kloster 1501 vom König Manuel dem I. , auch der ´Glückliche´ genannt, verziert mit orientalischen Ornamenten wurde es später im Baustil der Gotik und Renaissance umgebaut. Im Inneren des Klosters deuten die 25 m hohen Säulen Palmen unter einem Sternenhimmel an, die in ein mattes Licht gehüllt sehr imposant erscheinen. Bei dem Erdbeben ebenso schwer beschädigt, haben u.a. nur 3 der bunten Glasfenster diese Zerstörung überstanden und zieren den Dom von innen. Ausgestellt ist der Sarkophag des Vasco da Gama, einer der wichtigen Entdecker, mit Karavellen, einer Weltkugel und dem Kreuzrittersymbol.
 


Lissabon, die Bildershow zum Reisebericht. Teil.1. Bei YouTube

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Wieder beim Bus, ging es zurück durch Lissabon zum Castelo de Sao Jorge. Hier hatten sich einst Westgoten niedergelassen. Im 8.- 12 Jahrhundert hatten sich die Mauren festgesetzt und hinterließen der Stadt ein noch heute sichtbares Erbe, in Form der unzähligen verschiedensten Arten von Fliesen, die überall der Hingucker sind, ebenso Baustile an den Orten, die vom Erdbeben 1755 halbwegs verschont geblieben sind. 1147 ging die Festung wieder in portugiesische Hand über und wurde als königliche Residenz ständig um- und ausgebaut. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Burg dem Verfall überlassen und im 20.Jahrhundert langsam wieder rekonstruiert. So können wir heute einen weiten Panoramablick über die ganze Stadt genießen. Unterhalb der Burg liegt das Alfamaviertel, einer alten Maurenstadt, die eben weitgehend erhalten blieb, somit eines der ältesten Stadtviertel Lissabons ist. Wir legten eine kurze Rast ein und fuhren anschließend mit der Straßenbahnlinie ´28 ´in die Oberstadt, durch die engen Gassen, Bergauf- Bergab, stellte diese Fahrt eine große Belastungsprobe für unsere Bandscheiben dar, haben es aber gut überstanden. Faszinierend sind die in der ganzen Stadt mit Basalt- und Kalkstein verlegten Wege, Plätze und Straßen. Die Muster sind sehr eindrucksvoll und so verschiedenartig, dass man selten ein gleiches Muster sah, außer in Anlehnung an das Meer, indem die Steine in Wellenmuster gelegt waren. Wir suchten uns ein nettes Lokal das ´Indian Palace´ in der Oberstadt, wo wir einmal das Lokal umräumten, denn jeder Schattenplatz war ein guter Platz und so wurde jeder zur vollsten Zufriedenheit gesättigt, bevor wir über die Igreja do Carmo mit der Ruine der Kirche do Carmo, die die größte Kirche der Stadt ist, von einem Mitglied des Karmeliterordens 1423 gegründet und bei dem großen Erdbeben fast gänzlich zerstört wurde, was man an einigen Stellen auch noch gut sehen kann, Richtung Elevador de Santa Justa gingen. Dieser Elevador oder Aufzug wurde von einem Lehrling Gustave Eiffels errichtet und verbindet die Ober- mit der Unterstadt. Man hat einen guten Rundumblick von hier oben, sieht auf das Castelo de Sao Jorge und den Rossio mit der Statue des Dom Pedro IV. Ewig mussten wir auf die Abfahrt warten, dann konnten wir beide nicht mit und haben zu Fuß die Strecke Ober- bis zur Unterstadt bewältigt.
Dabei fielen uns schon an allen Ecken die vielen kleinen und größeren Musikgruppen auf, die für ein paar Cent die Ohren der Zuschauer zu verwöhnen suchten. Nach dem Anschluss an unsere Gruppe flanierten wir über die Einkaufsmeile in Richtung Tejo, wo wir am Ende der Rua Augusta durch einen großen Triumphbogen, auf dem die wichtigsten Persönlichkeiten Portugals verewigt sind, auf den Praca de Comercio- Platz des Handels traten. Ein riesiger prächtiger Platz mit Straßenbahnhaltestellen, der einmal der Hauptzugang zum Meer war. Hier stand einmal vor 400 Jahren der Palast der Stadt, darum heißt er auch Palast-Platz. Dieser Palast wurde ebenso bei dem Erdbeben zerstört. Mitten auf dem Platz steht das Reiterstandbild von König José dem I. Wir überquerten den Platz und gingen bis zum Tejo, wo wir einen guten Blick zur Ponte de 25 April und zur Christusstatue hatten. Nach einer Stärkung bei Cafe und Eis ließen wir uns von einem der günstigen Taxis in unser Hotel zurück bringen. Essen gingen wir in das Lokal, wo wir gestern unseren Schlaftrunk zu uns nahmen und waren hier wieder mit der portugiesischen Esskultur konfrontiert. Am Ende waren wir doch satt und gegen 11 Uhr im Hotel zurück

 


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