Mit der Harzquerbahn-  Brockenbahn (Schmalspurbahn) in den Hoch Harz und dann eine

Wanderung von der "Drei Annen Hohne
Übersicht  Wernigerode.



 

Eine Harzwanderung,

mit der ganzen Familie, insgesamt zu neunt, machten wir uns bei herrlichem Wetter kurz vor 9 Uhr früh auf den Weg zum Bahnhof der Harzquerbahn in Wernigerode. Da noch etwas Zeit bis zur Abfahrt war, konnte man auf einer Aussichtsplattform die verschiedenen Dampfloks bestaunen, die für das Ankoppeln vorbereitet wurden. Die Schmalspurbahn fährt auf etwa 60 km durch den Harz von Wernigerode bis Nordhausen, bereits seit dem Jahre  1896. Seit der Wende sind auch Fahrten zum Brocken wieder möglich, vorher hieß die Endstation „ Drei Annen Hohne“ wo wir heute auch aussteigen wollten. In Richtung Hasserode, einem Stadtteil von Wernigerode, durchfuhren wir enge Straßen, dicht vorbei an Wohnhäusern, wo es noch zwei weitere Einstiegsstellen gab, ehe wir die Stadt verließen. Die erste Station außerhalb Wernigerodes war die „ Steinerne Renne „, wo bereits einige Zuggäste wieder ausstiegen. Die Steinerne Renne fließt hier durch das Tal der Holtemme über kleinere Wasserfälle in die Holtemme, die durch Wernigerode führt und ein Zufluss der Bode ist, die ja durch Thale fließt. Es gibt sogar ein Gasthaus Steinerne Renne, in das müde Wanderer einkehren können. Von hier aus kann man auch Wanderungen in den Harz starten oder zurück nach Wernigerode spazieren. Ab hier merkte man den Anstieg der Bahn und so fuhren wir, sogar durch einen Tunnel, in engen Kurven, teils mit Blick auf Wernigerode, dem Brocken entgegen. Nach ca. einer halben Stunde erreichten wir Drei Annen Hohne, wo wir ausstiegen, um uns sogleich wieder Richtung Wernigerode zuzuwenden; etwa 10 km sind es bis dahin. Wir verließen die Straße und begannen unsere Wanderung im Nationalpark Harz auf festen Wegen, die in regelmäßigen Abschnitten gut beschildert waren und Wanderwege rund um den Brocken  und darüber hinaus beschrieben. Der Nationalpark ist Deutschlands größter Waldnationalpark, der die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen- Anhalt verbindet. Die höchste Erhebung ist besagter Brocken mit einer Höhe von  1141 Metern. In der damaligen DDR bildete er einen weithin sichtbaren Grenzpunkt, von einer hohen weißen Mauer umgeben, der absolutes Sperrgebiet war. Für die Natur rund um den Brocken war das von großem Vorteil, denn sie konnte sich aus diesem Grunde uneingeschränkt entfalten und hätte heute sicher nicht diese Bedeutung. Wir marschierten vorbei an dicht stehenden und tiefen Wäldern. Waldhyazinthen, Königskerzen und Fingerhut, auf denen sich unzählige verschiedene Schmetterlinge tummelten, säumten unsere Wege und füllten mit einem rosa- lila gefärbten Meer ganze Lichtungen, was uns verweilen ließ, um diesen Anblick zu genießen. Immer wieder kamen wir an Tafeln vorbei, die uns wissenswertes vermitteln konnten. Bei einer ausgiebigen Rast auf dem 520 m hoch gelegenen Steinberg, gegenüber liegend natürlich der Brocken und der Hohnekamm mit einigen bekannten Klippen, wie den Hohne- und Leistenklippen, sowie dem Ottofelsen, wo uns früher so mancher schulische Wandertag hingeführt hat, konnten wir im Tal sogar die Harzquerbahn hören und sehen, die einem neuerlichen Anstieg entgegen schnaufte. Weiter ging es noch einige km bis wir am frühen Nachmittag zu unserer Mittagsrast im Waldgasthaus „ Armeleuteberg „ einkehrten, um uns anschließend gut gestärkt Richtung Hasserode zu begeben, wo unsere Autos geparkt standen. Der Armeleuteberg erhielt seinen Namen zu der Zeit, als die Lepra im Mittelalter wütete und hier, an der Stelle des heutigen Gasthauses, ein Hospital für Leprakranke stand. Die Betroffenen, die „ armen Leute „, wurden der Stadt Wernigerode verwiesen und kamen hier unter. Müde, aber froh über diesen schönen Tag im Harz, waren wir am frühen Abend wieder zurück.

© Bilder und Text by Anett Wien.


Von Wernigerode aus mit der Harzquerbahn (Brockenbahn) in den Harz zum Wandern. Bei YouTube

 



 



 

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