"Friedhof der Namenlosen" im 11 Bezirk Simmering, gleich hinter dem Hafen Albern!
 

Der Friedhof befindet sich im Bezirksteil Albern in der Nähe des Alberner Hafens. Es handelt sich eigentlich um zwei Friedhöfe, von denen aber heute nur einer als solcher zu erkennen ist. Der erste und eigentliche Friedhof wurde immer wieder überschwemmt und ist heute von Bäumen überwachsen. Es erinnert nur noch ein einzelnes Kreuz an die 478 Opfer der Donau die dort ruhen. Siehe Bild rechts, (der Friedhof war auch am 24.6.09 überschwemmt!)

1840 wurde hier die Wasserleiche aus der Donau beigesetzt. Früher wurde  am Kilometer 1918 Treibgut und auch Körper von Ertrunkenen, oft bis zur Unkenntlichkeit entstellt angespült. Die Identifikation war oft nicht möglich. Diese wurden dann hier ohne großen Aufwand vergraben. So entstand der erste Friedhof, der immer wieder überschwemmt wurde und heute von Bäumen überwachsen ist. 478 Opfer der Donau ruhen dort.

Der Simmeringer Bezirksvorsteher Albin Hirsch veranlasste im Jahre 1900 hinter dem Hochwasserschutzdamm, dass ein zweiter Friedhof angelegt wurde! 1935 erhielt der Friedhof eine Einsegnungskapelle. Durch den Bau des Alberner Hafens und der Getreidesilos (1939)   änderte sich die Strömung der Donau und es wurden keine Leichen mehr angespült. Es liegen hier 104 Wasserleichen von 43 sind die Namen bekannt, die anderen sind Namenlos. Laut Kreuzinschrift fand 1953 die letzte Beisetzung statt? Obwohl seit 1940 die Stadt Wien die Wasserleichen  auf Kosten der Stadt auf dem Zentralfriedhof begräbt
In der
Auferstehungskapelle sieht man ein Schriftstück mit der Bemerkung das ein Herr Josef Fuchs anscheinend den Friedhof betreut oder betreut hat.

Was gibt es sonst noch! Der Hafen Albern wird ausgebaut. Hinter dem Friedhof das Gasthaus "Zum Friedhof der Namenlosen" ein beliebtes Lokal der Spaziergänger. Von hier kann man an der Donau Spazieren, Wandern  oder eine Radl
tour der Donau entlang machen.

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Der überwucherte und vom letzten Hochwasser noch vom Schlamm
überzogene, eigentliche  "Friedhof der Namenlosen" 20.6.2009
 

 
 

Friedhof der Namenlosen

 
 
    Bilder vom Feb. 2012    


Getreidesilo - Albern


Hafen - Albern

Namenloses Grab

Grab mit Namen

Kirche des Friedhofs

 
 
Anfahrt vom Simmeringerplatz nach Albern zum Friedhof der Namenlosen
Das Gasthaus Ertl heißt "Zum Friedhof der Namenlosen" ein beliebtes Lokal der Spaziergänger

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Der Hafen Albern
Die fünf mächtigen Getreidespeicher des Hafens Albern besitzen ein Fassungsvermögen von 90.000 Tonnen und sind ein Relikt aus der unrühmlichen NS Vergangenheit.

Verbesserter Hochwasserschutz und neues Hafentor für Albern.
In der zweiten Stufe des Hafen Ausbaus wird, nach der Inbetriebnahme des Hafentors im Hafen Freudenau, nun im Hafen Albern mit dem Ausbau des Hochwasserschutzes begonnen. Die Investitionskosten für das Hafentor (Baubeginn im Herbst 2011), inklusive Neugestaltung und Sicherung der Dämme, betragen 35 bis 40 Millionen Euro. Bis Mitte 2013 soll durch den Hafen Ausbau schließlich auch Albern vor Hochwasser komplett sicher sein. Mutz: „Den Hafen Albern hochwassersicher zu machen, ist ein Gebot der Stunde: Die fünf mächtigen Getreidespeicher des Hafens Albern besitzen ein Fassungsvermögen von 90.000 Tonnen. Der Hafen Albern ist damit eines der wichtigsten Zentren für den Umschlag und die Lagerung von landwirtschaftlichen Produkten in Österreich. Aber auch Baustoffe, vorwiegend Zement als Importware aus Osteuropa, haben hier ihren Umschlagplatz.“
Quelle und mehr unter: www.stadt-wien.at

Bilder unterhalb vom Hafen Albern.
  
 


Der vom Hochwasser verschlammte Donau- Wander- Fahrradweg in Albern Nähe Hafen. Ab 2015 gibt es wahrscheinlich keine Überschwemmung  mehr, denn es wird ein Schutzdamm errichtet, der Damm soll 2015 fertig sein!


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